Nahrungsmittelallergie Da grundsätzlich jedes Nahrungsmittel eine Allergie hervorrufen kann, ist die Suche nach den Auslösern oft schwierig. Haut- oder Bluttests können Hinweise geben, sind aber nur bedingt aussagekräftig. Sie können negativ ausfallen, weil der Betreffende nur gegen Abbauprodukte eines Nahrungsmittels allergisch ist, die erst während der Verdauung entstehen. Ein positiver Bluttest hingegen bedeutet nicht grundsätzlich, dass allergische Reaktionen auftreten müssen. Zur Absicherung der Diagnose wird daher meist eine Eliminationsdiät eingesetzt. Hierbei wird zunächst bis zur Beschwerdefreiheit auf alle verdächtigen Nahrungsmittel verzichtet. Schrittweise im Abstand von drei oder mehreren Tagen werden dann die eliminierten Nahrungsmittel wieder eingeführt und eventuelle Reaktionen beobachtet. Da im Einzelfall auch schwere Reaktionen auftreten können, darf diese Eliminationsdiät nur in Gegenwart eines Arztes durchgeführt werden. Wenn eine Allergie gegen bestimmte Nahrungsmittel zweifelsfrei festgestellt wurde, ist die Streichung dieser Nahrungsmittel aus der Ernährung die beste Therapie. Ist dazu eine spezielle Diät notwendig, sollten Sie sich von einem Arzt oder Ernährungsberater anleiten lassen. Für eine ausgewogene und dennoch allergenarme Ernährung kann es sinnvoll sein, spezielle Fertignahrungen zu sich zu nehmen. Sie werden auch zur ausschließlichen Ernährung von Säuglingen mit erwiesener Kuhmilchallergie verwendet. Milcheiweiße werden hierfür durch besondere Herstellungsverfahren stark aufgespalten, so dass diese Bruchstücke ihre allergenen Eigenschaften weitestgehend verlieren, ihren Nährwert jedoch behalten. Andere allergenarme Fertigprodukte verzichten ganz auf Milch- oder Sojaeiweiß und verwenden stattdessen allergenarmes Eiweiß aus Reismehl oder aus Johannisbrotkernen. In einigen Fällen ist auch eine prophylaktische medikamentöse Behandlung etwa mit Antihistaminika sinnvoll. Nahrungsmittelallergiker müssen besonders aufpassen, wenn sie auswärts essen, etwa in der Kantine oder im Restaurant. Im Zweifelsfall ist es besser, nach den Zutaten zu fragen, als eine allergische Reaktion zu riskieren. Denn oftmals sind die Allergieauslöser nicht zu erkennen. So können zum Beispiel Fertiggerichte nicht ausgewiesene Stoffe wie Soja, Ei-Erzeugnisse oder Spuren von Erdnuss-Eiweiß enthalten. Da Nahrungsmittelallergien in einigen Fällen besonders schwere allergische Reaktionen bis hin zum allergischen Schock auslösen können, sollten die Betroffenen stets ein Notfallset bei sich haben. Mit der Notfalltherapie muss der Patient zuvor von seinem Arzt genauestens vertraut gemacht werden. Das Set wird vom Arzt verschrieben und enthält:
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