Schönes Haar im Alter
Warum reifes Haar seine Struktur verändert und wie
es gesund bleibt
Bonn, 21.08.15 Kräftiges, glänzendes Haar trägt
eine Menge zum Wohlbefinden und Selbstbewusstsein bei. Mit zunehmendem Alter lässt
die Haarpracht allerdings meist nach. Das Haar verliert nicht nur die Farbe,
sondern wird auch feiner und trockener. Zu allem Überfluss lichtet es sich; Haarausfall
ist auch bei Frauen nach den Wechseljahren nicht selten. Mit der passenden
Pflege und einer vitaminreichen Ernährung kann auch reifes Haar gesund und
schön sein.
Noch bevor Frauen in die
Wechseljahre kommen, zeigen sich an den Haaren die ersten Spuren des
Älterwerdens – sie werden grau, weil weniger natürliche Farbpigmente gebildet
werden. Wenn dann in den Wechseljahren die Östrogenproduktion nachlässt,
verändert sich die Haarstruktur zunehmend. Die Haarzwiebeln werden nicht mehr
so gut mit Nährstoffen versorgt und schrumpfen, die Wachstumsphase der Haare verkürzt
sich. In der Folge werden die Haare dünner und lassen sich nicht mehr so gut in
Form bringen. Bei manchen Frauen kommt es zu vermehrtem Haarausfall. Zudem ist
das Haar häufig trocken und spröde, weil die Kopfhaut weniger Talg produziert.
Schonende Pflege und viele Nährstoffe
Reifes Haar braucht eine
schonende und reichhaltige Pflege. Es sollte mit einem milden Shampoo nicht zu
oft und nicht zu heiß gewaschen werden. Für graues Haar gibt es spezielle
Shampoos oder Spülungen, die dafür sorgen, dass das Haar keinen Gelbstich
annimmt. „Die richtige Pflege allein reicht allerdings nicht“, erklärt der Bonner
Haar- und Nagelexperte Dr. Gerhard Lutz1. „Entscheidend ist
außerdem, dass das Haar von innen heraus mit ausreichend Nährstoffen versorgt
wird. Das gilt vor allem für Vitamin H, das den Aufbau von Keratin fördert –
dem Hauptbestandteil von Haaren und Nägeln.“ Vitamin H kommt unter anderem in
Rinderleber, Nüssen, Pilzen, Eigelb, Getreide, Obst und Gemüse vor. Bei
bestimmten Grunderkrankungen wie Diabetes oder Schilddrüsenfunktionsstörungen
oder wenn Arzneimittel regelmäßig eingenommen werden, kann eine Vitamin-H-Kur
in Tablettenform sinnvoll sein. Wer mit starkem Haarausfall zu kämpfen hat,
sollte den Arzt aufsuchen, denn es könnte eine Erkrankung oder eine
Mangelerscheinung dahinterstecken. Häufiger ist der Haarausfall allerdings
anlagebedingt. Die Ursache kann dann nicht beseitigt werden, jedoch gibt es
Wirkstoffe, die dem Fortschreiten des Haarausfalls entgegenwirken.
Eine Fülle von
Informationen rund ums Haar und praktische Tipps zur Pflege von Kopfhaut und
Haaren enthält die Broschüre „Gesunde Haare und Nägel“. Sie ist kostenlos und
kann bei der Deutschen Haut- und Allergiehilfe e.V. auf dem Postweg oder im
Internet angefordert werden: DHA e.V., Heilsbachstraße 32, 53123 Bonn, www.dha-haareundnaegel.de.