Zutritt verboten für Allergene
Allergenbarrieren wirksame
Therapieunterstützung – ohne Medikamente!
Bonn, 20.07.14
Nahezu das ganze Jahr fliegen Milliarden von Pollen durch die Luft. Die Saison
dauert von Ende Januar bis Ende September. Der Gipfel des Pollenflugs beginnt
meist Anfang Juni und ebbt erst Ende Juli wieder ab. Heuschnupfen
macht rund 12 Millionen Deutschen das Leben schwer und zählt damit zu den
häufigsten Erkrankungen hier zu Lande. Neben medizinischen
Vorsorgemaßnahmen gilt für den Allergiker die Regel, den Pollen so weit wie
möglich aus dem Weg zu gehen. Außer bestimmten Verhaltensregeln beim Aufenthalt
im Freien ist ein zentraler Punkt, auch die eigene Wohnung, wo man Ruhe, Erholung und Entspannung sucht,
möglichst allergenfrei zu halten.
Eine
Methode, die Allergenbelastung in Haus und Wohnung gering zu halten, besteht
darin, mechanische Barrieren zu schaffen. Das Prinzip ist einfach: Allergene
werden von vorneherein daran gehindert, in den Wohnbereich zu gelangen.
Um die
hohe Belastung im Schlafbereich zu senken, sind milbendichte Bezüge für
Matratzen, Kopfkissen und Oberbetten, so genannte Encasings,
eine wirkungsvolle Methode. Hausstaubmilben produzieren im Laufe ihres
nur zwei bis vier Monate langen Lebens etwa das 200fache ihres Körpergewichts
an Exkrementen. Darin stecken die Allergene, die dem Hausstauballergiker die
Augen tränen lassen und die zu Niesanfällen, Husten, Atemnot und allergischem
Asthma führen können. Da sich die Milben von Hautschuppen ernähren, ist das
Bett ihr bevorzugter Tummelplatz. Daher sollten Allergiker die Matratze, das
Kopfkissen und das Oberbett mit Encasings
umhüllen. Diese verhindern, dass die Allergene aus der Matratze gelangen.
Gleichzeitig werden die Hausstaubmilben von der notwendigen Nahrungszufuhr abgeschnitten
und können sich nicht mehr vermehren.
Für die
häufigsten Allergene der Außenluft sind so genannte Pollenschutzgitter eine
wirkungsvolle Maßnahme. Sie sollen verhindern, dass Blütenpollen durch offene
Fenster und Türen in Haus und Wohnung transportiert werden. Wissenschaftlichen
Studien zufolge wird das Eindringen von Pollen in den dahinter liegenden Raum
durch ein solches Gitter im Durchschnitt um 90 Prozent verringert. Da das
Ausmaß der allergischen Beschwerden vor allem von der Menge der freigesetzten
Allergene abhängt, profitieren Pollen-Allergiker gerade an Tagen mit massivem
Pollenflug in hohem Maße von der Pollenschutzvorrichtung. Darüber hinaus können
sie zu jeder Tageszeit lüften oder sogar nachts bei offenem Fenster schlafen.
Nach dem Wohnungsputz
können Allergiker aufatmen – endlich wieder sauber! Doch der Weg dorthin ist
staubig. Denn gerade beim Putzen, Saugen, Wischen oder Kehren wird viel Staub
aufgewirbelt. Um die Feinstaubbelastung in der Raumluft so gering wie möglich
zu halten, reinigt man glatte Fußböden oder Möbelstücke am besten mit
speziellen Anti- Staubtüchern. Diese Tücher ziehen den Hausstaub durch ihre
elektrostatischen Kräfte „magnetisch“ an und schließen ihn anschließend in
ihrer patentierten wabenartigen Struktur ein. Nach dem Staubwischen wirft man
das Tuch samt den Staub-Allergenen einfach in den Mülleimer. Die bequemste und schnellste Methode zur Reinigung von
glatten Fußbodenbelägen und Teppichen ist und bleibt allerdings das Staubsaugen. Gerade beim Saugen und Kehren wird jedoch viel Staub aufgewirbelt.
Deshalb empfehlen sich für die Reinigung von Böden und Polstern Staubsauger
mit Wasserfilter. Die angesaugte Luft wird statt in einen Staubbeutel in ein Wasserbad
geleitet: Milben, Pollen und Staub werden im Wasser gebunden und mit dem
Schmutzwasser entsorgt.
Kostenlose Info-Broschüre der DHA
Die wichtigsten
Maßnahmen und Verhaltensregeln zur Allergenvermeidung hat die DHA in der
aktualisierten Broschüre „Allergene in der Wohnung reduzieren“
zusammengestellt. Der kostenlose Ratgeber kann postalisch bei der Deutschen
Haut- und Allergiehilfe, Heilsbachstraße 32 in 53123
Bonn bestellt werden. Im Internet unter www.dha-allergene-reduzieren.de