Haarpflege im Winter
Das hilft gegen sprödes Haar und fliegende Spitzen
Bonn, 20.01.15 Nicht nur die Haut hat bei kalter Witterung andere Bedürfnisse als im
Sommer – auch die Haare brauchen im Winter eine angepasste Pflege. Denn bei
Kälte produzieren die Talgdrüsen der Kopfhaut weniger Fett, sodass sich
vermehrt Schuppen bilden und das Haar austrocknet. Niedrige Temperaturen und
Heizungsluft entziehen dem Haar zusätzlich Feuchtigkeit, es wird spröde,
glanzlos und anfällig für Spliss und Haarbruch. Zu allem Überfluss ist das Haar
kaum zu bändigen, wenn es durch elektrostatische Aufladung an Mützen, Schals
und Wollpullis in alle Himmelsrichtungen absteht. Eine milde Reinigung, die dem
Haar Fett und Feuchtigkeit spendet sowie eine antistatische Pflege für die
Spitzen schaffen Abhilfe.
Haare nicht zu oft und mit mildem Shampoo waschen
Im Winter sollten die Haare
nicht so oft gewaschen werden wie im Sommer. Wichtig ist es, ein mildes Shampoo
zu verwenden, das zwar reinigt, aber die Kopfhaut nicht weiter austrocknet oder
reizt. Ideal sind Shampoos mit rückfettenden Pflegeölen. Einmal in der Woche
braucht das Haar eine Portion Extrapflege in Form einer Haarkur.
Wer auch im Winter zu fettigem Haar neigt, sollte die Kur nur an den Längen und
Spitzen verwenden und den Ansatz auslassen. Nach dem Waschen wird das Haar am
besten in ein Handtuch eingeschlagen und sanft ausgedrückt. Deutlich schonender
als Föhnen ist es, die Haare offen an der Luft zu trocknen. Bei frostigem
Wetter ist es allerdings nicht ratsam, mit feuchten Haaren ins Freie zu gehen.
Wer es morgens eilig hat, sollte das Haarewaschen auf
den Abend verschieben oder seine Haare auf kleinster Stufe mit ausreichend
Abstand vorsichtig föhnen. Alkoholhaltige Stylingprodukte
wie zum Beispiel Haargele sind im Winter wenig
geeignet, weil Alkohol die Haare entfettet.
Wer schön sein will muss frieren?
Bei eisigen Temperaturen
ist es sinnvoll, Kopf und Haare vor Kälte und Frost zu schützen. Häufiges Auf-
und Absetzen von Mützen strapaziert jedoch die Haarstruktur und begünstigt
Spliss. Zu allem Überfluss laden sich die Haare an Mützen, Schals und
Wollpullovern oftmals elektrostatisch auf und fliegen dann unkontrolliert in
alle Richtungen. Hilfreich ist es, ein wenig Haarkur,
Haarwachs oder ein spezielles antistatisches Haarspray in den Spitzen zu
verteilen und sie damit etwas zu beschweren.
Haarschutz von innen
Im Winter ist es besonders
wichtig, ausgewogen und vitaminreich zu essen. Auch die Haare profitieren
davon: Für eine gesunde Haarstruktur kommt es vor allem auf Vitamin H an, das
reichlich in Eigelb, Haferflocken, Nüssen, Sojabohnen und Champignons enthalten
ist.
Eine Fülle weiterer
Informationen und Pflegetipps enthält der Ratgeber „Gesunde Haare und Nägel“,
der bei der Deutschen Haut- und Allergiehilfe e.V. kostenlos auf dem Postweg
oder im Internet angefordert werden kann: DHA e.V., Heilsbachstraße 32, 53123
Bonn, www.dha-haareundnaegel.de.