Draußen kalt, drinnen überheizt

Winterpflege für die Babyhaut

Bonn, 18.11.11 Babyhaut leidet im Winter ganz besonders. Vor allem der Wechsel zwischen kaltem Wind und trockener Heizungsluft macht der empfindlichen Haut zu schaffen. Mit ein paar Tipps und der richtigen Pflege kommen auch die Kleinsten gut durch die kalte Jahreszeit.

Herbst und Winter stellen jede Haut auf eine Belastungsprobe: Schon bei Temperaturen unter acht Grad drosseln die Talgdrüsen ihre Aktivität und produzieren weniger Hautfett. Kommt noch eine niedrige Luftfeuchtigkeit hinzu, wie sie bei trockener Kälte und in geheizten Räumen herrscht, kann Feuchtigkeit leicht verdunsten – die Haut wird trocken und reizbar. Was für Erwachsenenhaut gilt, trifft auf die sensible Babyhaut doppelt zu: Sie ist um ein Fünftel dünner und in ihren Funktionen noch nicht vollständig ausgereift. Die Hautbarriere, die später als Schutzschild gegen äußere Einflüsse dient, ist noch instabil, der schützende Fett-Feuchtigkeitsfilm auf der Oberhaut nur schwach ausgebildet. Babyhaut ist daher viel durchlässiger, trocknet schneller aus und ist daher besonders empfindlich gegen äußere Reize wie Kälte und Wind. Damit es nicht zu Rötungen, Rissen und Entzündungen kommt, brauchen Babys im Herbst und Winter eine angepasste Hautpflege: Draußen sollte es eine fettreiche Wind- & Wettercreme sein, die einen geringen Wasseranteil aufweist und vor Kälte schützt. Für drinnen eignet sich eine leichtere Pflege, die viel Feuchtigkeit spendet: Pflegelotionen enthalten das richtige Verhältnis Fett zu Wasser für die strapazierte Winterhaut. Wichtig: Die Pflege sollte babymild und frei von Farb- und Konservierungsstoffen sein. Als Fettgrundlage sind pflanzliche Öle wie beispielsweise Sheabutter günstig, die tief in die Haut eindringen und die Hautbarriere unterstützen.

Frieren und Schwitzen vermeiden

Babys sind kälteempfindlich, weil bei ihnen das Unterhautfettgewebe noch nicht vollständig entwickelt ist. Gut geschützt tut ihnen ein Winterspaziergang dennoch gut. Allerdings sollten sie nicht übertrieben warm eingepackt werden, denn Schwitzen ist für die Kleinen unangenehm und reizt darüber hinaus die Haut. „Der altbewährte Zwiebellook ist auch für Babys gut geeignet“, so Erhard Hackler, Vorstand der Deutschen Haut- und Allergiehilfe e.V. „Mit mehreren dünnen Kleidungsschichten übereinander lassen sich Temperaturunterschiede leichter ausgleichen als mit einem dicken Jäckchen.“ Damit sich die Haut nach dem Aufenthalt im Freien erholen kann, ist ein angenehmes Raumklima wichtig. Feuchte Tücher auf der Heizung oder eine Schale mit Wasser auf der Fensterbank sorgen für ausreichend Luftfeuchtigkeit im Zimmer.

Weitere Informationen enthält die kostenfreie Broschüre „Babys Haut gesund pflegen“. Sie geht auf die Besonderheiten der Babyhaut ein, thematisiert typische Hautprobleme im Babyalter und gibt Tipps für die Reinigung und Pflege der Babyhaut. Sie kann postalisch oder im Internet angefordert werden: Deutsche Haut- und Allergiehilfe e.V. (DHA), Heilsbachstraße 32, 53123 Bonn, http://www.dha-hautpflege.de.