Gesund
und allergiefrei? Die ersten 1.000 Tage entscheiden
Broschüre
gibt Tipps zur Ernährung von Mutter, Säugling und Kleinkind
Bonn,
12.01.15 Die ersten 1.000 Tage – von der Empfängnis bis zum zweiten Lebensjahr
– stellen die Weichen für die gesunde Entwicklung von Kindern. Das gilt auch in
punkto Allergien: Eine vorbeugende Ernährung in dieser Lebensphase kann das
Risiko für Neurodermitis oder Asthma langfristig senken. Die neuesten
wissenschaftlichen Erkenntnisse zu diesem Thema und konkrete Ernährungstipps
hat die Deutsche Haut- und Allergiehilfe in einer neuen Broschüre
zusammengestellt.
„Allergien vorbeugen – gesunde Entwicklung
fördern“: Mit dem neuen Ratgeber wendet sich die Deutsche Haut- und
Allergiehilfe insbesondere an werdende Eltern und junge Familien. Im ersten,
allgemeinen Teil beschreibt die Broschüre das Allergierisiko von Säuglingen mit
und ohne familiäre Vorbelastung und erläutert, welche Rolle das Immunsystem bei
der Ausbildung von Allergien spielt. Der zweite Teil gibt konkrete Ernährungsempfehlungen
für die entscheidenden ersten 1.000 Tage.
Kein
unnötiger Verzicht
„Wir möchten aufzeigen, welche Chancen die
richtige Ernährung im frühen Kindesalter bietet“, bemerkt Erhard Hackler,
Vorstand der Deutschen Haut- und Allergiehilfe e.V. „Gleichzeitig ist es uns
wichtig, mit veralteten Diät-Empfehlungen aufzuräumen, die nach dem aktuellen
Stand der Forschung nicht nötig und möglicherweise sogar schädlich sind.“ So verdeutlicht
der Ratgeber, dass Schwangere und Stillende am besten ganz normal und
ausgewogen essen sollten. Auf potenziell allergieauslösende Lebensmittel zu
verzichten bringt keine Vorteile und birgt die Gefahr
von Mangelerscheinungen. Besonderes Augenmerk gilt der Ernährung des Säuglings:
So wird erläutert, warum Muttermilch die besten Voraussetzungen für eine
gesunde Entwicklung schafft und weshalb bei erhöhtem Allergierisiko eine
geprüfte HA-Nahrung die einzig sichere Alternative zum Stillen darstellt.
Darüber hinaus erfahren Eltern, wie sie die Beikost richtig einführen. Nach
neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen dürfen die Kleinen dabei auch
Lebensmittel probieren, die früher tabu waren, wie zum Beispiel Fisch und Ei.
Eine Übersicht zeigt, was beim Verdacht auf eine Nahrungsmittelunverträglichkeit
zu tun ist. Zwei weitere Kapitel widmen sich den Themen altersgerechte
Gewichtszunahme und gesunde Darmflora. Ein Fragebogen, mit dem Eltern das
Allergierisiko ihres Neugeborenen prüfen können, rundet das Informationsangebot
ab.
Die Broschüre „Allergien vorbeugen – gesunde
Entwicklung fördern“ kann postalisch oder im Internet kostenfrei angefordert
werden: Deutsche Haut- und Allergiehilfe e.V., Heilsbachstraße 32, 53123 Bonn, www.dha-allergien-vorbeugen.de.
Quellen:
·
Poßner, „Die ersten 1.000 Tage – und die langfristigen
Folgen“, NNI News 2013
·
B. Koletzko · C.-P. Bauer · A. Brönstrup et al., „Säuglingsernährung
und Ernährung der stillenden Mutter“, Monatsschrift
Kinderheilkunde – Zeitschrift für Kinder- und Jugendmedizin, Sonderdruck
· März 2013