Bonn, 11.11.16
Obwohl
es das ganze Jahr über zu Beschwerden kommt, leiden Hausstauballergiker vor
allem im Herbst und Winter. Denn warme Heizungsluft sorgt für eine erhöhte Allergenbelastung
durch Hausstaubmilben. Sie sind nach Pollen die zweithäufigsten Auslöser für
allergische Atemwegserkrankungen wie Husten,
Schnupfen oder Atemnot. Etwa jeder zehnte Bundesbürger leidet unter
Überempfindlichkeitsreaktionen, wenn er auf die winzigen Spinnentierchen
trifft. Die wichtigsten Maßnahmen und Verhaltensregeln zur Allergenvermeidung in
Wohnräumen hat die Deutsche Haut- und Allergiehilfe DHA in der Broschüre
„Allergene in der Wohnung reduzieren“ zusammengestellt.
Warme Räume mit hoher
Luftfeuchtigkeit bilden ein wahres Biotop für Schimmelpilzsporen und
Hausstaubmilben. Ihr Kot, der sich in größeren Mengen angesammelt hat, trocknet
aus und wird über die trockene Heizungsluft mit dem Hausstaub verteilt. In
flauschigen Teppichen gibt es zudem die notwendige Nahrung im Überfluss. Hier
sammeln sich neben Haaren, Textilfasern und Federteilchen auch abgestoßene
Hautschuppen, von denen sich Hausstaubmilben hauptsächlich ernähren. Betroffene
reagieren mit Nasenlaufen, Augenjucken und Atembeschwerden. Experten warnen
davor, eine Hausstaubmilbenallergie zu unterschätzen. Sie kann zu chronischen Atemwegsbeschwerden führen, die sich bis zu einem Asthma
bronchiale ausweiten können.
„Kälte mögen die Milben gar nicht“, sagt
Erhard Hackler, geschäftsführender Vorstand der DHA und rät Betroffenen, im
Schlafraum die Heizung abzudrehen und das Fenster zu öffnen, bevor sie zu Bett
gehen: „Und in der Wohnung sollte sich möglichst wenig Staub ansammeln.“ Warme
Luft wirbelt erfahrungsgemäß vermehrt Staub durch den Raum, und eben auch
Schimmelpilzsporen. Damit diese sich nicht vermehren, darf die Luftfeuchtigkeit
in der Wohnung nicht zu hoch werden. Häufiges, kurzes Stoßlüften sorgt für ein
gutes Raumklima.
Beim Schlafen produzieren die Menschen Wärme und
sondern Schweiß und Hautschuppen ab, die den Milben als Nahrung dienen. Deshalb
sollten Betten regelmäßig frisch überzogen werden. Auch Fußböden und Teppiche sollten häufig gereinigt
werden. Um die
Feinstaubbelastung in der Raumluft so gering wie möglich zu halten, reinigt man
glatte Fußböden oder Möbelstücke am besten mit speziellen Anti-Staubtüchern.
Diese Tücher ziehen den Hausstaub durch ihre elektrostatischen Kräfte
„magnetisch“ an und schließen ihn anschließend in ihrer wabenartigen Struktur
ein. Nach dem Staubwischen wirft man das Tuch samt den Staub-Allergenen einfach
in den Mülleimer. Die bequemste und schnellste
Methode zur Reinigung von Fußbodenbelägen und Teppichen ist das Staubsaugen. Gerade beim Saugen und Kehren wird jedoch viel Staub aufgewirbelt. Eine
staubfreie Reinigung von Böden, Polstern und dem Geräteinnenleben versprechen Staubsauger
mit Wasserfilter. Die angesaugte Luft wird statt in einen Staubbeutel in ein
Wasserbad geleitet und dabei von Staubpartikeln weitgehend gereinigt und
angefeuchtet. Staub, Milben und Pollen werden im Wasser gebunden und
anschließend einfach mit dem Schmutzwasser entsorgt. Ein gutes Gerät ist
einfach zu bedienen, leicht zu reinigen, bietet 100 Prozent Schutz vor Pollen,
verfügt über einen waschbaren HEPA-13-Filter und benötigt nicht mehr als einen
Liter Wasser.
Die wichtigsten Maßnahmen und Verhaltensregeln zur
Allergenvermeidung hat die DHA in der Broschüre „Allergene in der Wohnung
reduzieren“ zusammengestellt. Der kostenlose Ratgeber kann postalisch bei der
Deutschen Haut- und Allergiehilfe, Heilsbachstraße 32
in 53123 Bonn bestellt werden. Im Internet unter www.dha-allergene-reduzieren.de