Gesunde Haare und Nägel in Schwangerschaft und Stillzeit
Bonn, 10.05.13 Während der Schwangerschaft freuen
sich viele Frauen über besonders fülliges und schönes Haar. Nach der Geburt des
Kindes ist es damit zumeist wieder vorbei; so mancher jungen Mutter macht in
den ersten Monaten ein vermehrter Haarausfall zu schaffen. Und damit nicht
genug: Auch die Nägel verlieren in dieser Zeit häufig an Stabilität, werden
brüchig und reißen leicht ein. Was Frauen ihren Haaren und Nägeln während der
Schwangerschaft und Stillzeit Gutes tun können, verrät eine Broschüre der
Deutschen Haut- und Allergiehilfe.
Im Laufe einer
Schwangerschaft steigt die Konzentration an Östrogenen im Körper stark an. Das
beeinflusst auch den Haarzyklus: Die Haare verbleiben während dieser Zeit in
der Wachstumsphase; der natürliche Haarausfall von bis zu einhundert Haaren
täglich bleibt aus und das Haar ist deutlich voller als sonst. Nach der
Entbindung sinkt der Östrogenspiegel wieder, und das Haarwachstum normalisiert
sich. Daher ist es nicht ungewöhnlich, dass nach der Schwangerschaft vermehrt
Haare ausfallen.
Schöne Nägel brauchen Nährstoffe
Doch warum leiden bei
vielen Frauen während der Schwangerschaft und Stillzeit die Nägel?
„Schwangerschaft und Stillzeit zehren am Nährstoffhaushalt der Mutter“, erklärt
Erhard Hackler, Vorstand der Deutschen Haut- und Allergiehilfe e.V. „Folglich
spart der Körper zunächst dort, wo es nicht so darauf ankommt – wie etwa bei
den Nägeln.“ Eine ausgewogene Ernährung mit viel Vitamin H kann dazu beitragen,
dass Haare und Nägel die Zeit der Schwangerschaft und Stillzeit gut überstehen.
Denn dieses Vitamin fördert den Aufbau von Keratin, dem Hauptbestandteil von
Haaren und Nägeln. Eine gute Quelle für Vitamin H sind vor allem Leber, Eigelb,
Haferflocken, Nüsse, Sojabohnen und Champignons. Bei hartnäckigen
Nagelproblemen kann es außerdem sinnvoll sein, ein Vitamin H-Präparat
einzunehmen.
Pflegetipps für Schwangere und Stillende
Darüber hinaus sollten
Schwangere und stillende Mütter ihre Haare und Nägel besonders schonend
pflegen. So ist es sinnvoll, vor allem in der Stillzeit auf scharfkantige
Haarspangen und straff gebundene Zopffrisuren sowie chemische Haarfarben oder
Dauerwelle zu verzichten. Kurze, sorgfältig gefeilte Nägel sind nicht nur
babyfreundlich, sondern reißen auch nicht so leicht ein. Wer seine Nägel
lackieren möchte, kann das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden und keratinhaltigen Nagellack verwenden, der die Stabilisierung
brüchiger Nägel unterstützt. Wichtig: Der Nagellackentferner sollte keinen
Alkohol oder Aceton enthalten, denn diese Stoffe entziehen den Nägeln Fett.
Weitere praktische
Pflegetipps sowie Hintergrundinformationen rund um die Haar- und
Nagelgesundheit enthält die Broschüre „Gesunde Haare und Nägel –
Strukturschäden behandeln und vorbeugen“. Der Ratgeber kann kostenlos auf dem
Postweg oder im Internet angefordert werden: DHA e.V., Heilsbachstraße 32, 53123
Bonn, www.dha-haareundnaegel.de.