Sonnencreme
allein reicht nicht
Kleidung
und Schatten sind der beste Sonnenschutz
Bonn, 05.07.11
Die Sonne scheint: Rasch ein paar Kleckse Sonnencreme verteilt und raus ins
Freie? Die Deutsche Haut- und Allergiehilfe warnt: Sonnencreme allein bietet
keinen ausreichenden Schutz vor Sonnenbrand und Hautkrebs. Nur wer zusätzlich
die Mittagssonne meidet und passende Kleidung wählt, geht der Gefahr nachhaltiger
Hautschäden aus dem Weg. Und das nicht nur im Urlaub, sondern auch bei der Gartenarbeit
oder beim Sport.
Jedes Jahr erkranken in Deutschland 193.000
Menschen an Hautkrebs, 16.000 davon am Malignen Melanom. Als bedeutendster
Risikofaktor gilt ein unvernünftiger Umgang mit der Sonne, oftmals aus
Unwissenheit. So wiegen sich viele Menschen in Sicherheit, weil sie
Sonnenschutzprodukte verwenden. „Sonnencreme leistet einen wichtigen Beitrag
zum Sonnenschutz“, so Erhard Hackler, Vorstand der Deutschen Haut- und
Allergiehilfe (DHA). „Sie ist aber kein Freibrief für stundenlanges
Sonnenbaden.“
Nur wer alle Schutzmaßnahmen gleichermaßen
beherzigt, ist vor Sonnenbrand und einem erhöhten Hautkrebsrisiko sicher. Dazu
gehört es, die Sonne zwischen 11 und 15 Uhr zu meiden, sonnendichte Kleidung,
eine Sonnenbrille sowie eine Kopfbedeckung zu tragen und sich häufig im Schatten
aufzuhalten. Unbedeckte Körperregionen benötigen einen geeigneten Sonnenschutz
mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 20. Richtiges Eincremen erfordert
Geduld, denn die Creme muss ausreichend dick und auch an Stellen aufgetragen
werden, die leicht in Vergessenheit geraten, wie etwa Füße oder Ohren. Für die
Lippen sind spezielle Pflegestifte mit UV-Filter sinnvoll. Besonders nach dem Sport
oder Schwimmen ist es wichtig, sich erneut einzucremen. Die Zeit, in der die
Haut vor Sonnenbrand geschützt ist, verlängert sich dadurch aber nicht.
Für Kinder ist das volle Sonnenschutzprogramm
Pflicht: Raus aus der Mittagssonne, Sonnenhut mit Nackenschutz, UV-dichte
Kleidung auch zum Planschen und wasserfeste Sonnencreme mit einem
Lichtschutzfaktor von mindestens 30. Säuglinge dürfen überhaupt nicht der
prallen Sonne ausgesetzt werden, denn hauteigene Schutzfunktionen, wie etwa die
Bildung von Farbpigmenten unter Sonneneinstrahlung, müssen sich erst noch
entwickeln. Eltern sollten mit gutem Beispiel vorangehen und daran denken: Jeder
Sonnenbrand im Kindesalter erhöht das spätere Hautkrebsrisiko.
Weiterführende Informationen bietet die DHA
im Internet an: www.dha-allergien.de
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