Allergiker:
Vorsicht beim Autofahren
Bonn, 17.07.03 Heuschnupfen ist nicht nur
lästig: beim Autofahren kann er auch zum Sicherheitsrisiko werden. Denn
Niesattacken, Konzentrationsprobleme und Abgeschlagenheit können die Verkehrstüchtigkeit
ähnlich einschränken wie Alkohol. Heuschnupfen-Geplagte sollten daher
Vorsichtsmaßnahmen ergreifen – im eigenen Interesse und mit Rücksicht
auf andere. Dazu gehören ein qualitativ hochwertiger Innenraumfilter sowie
die konsequente Behandlung der Beschwerden mit einem Antiallergikum, das
nicht müde macht.
Erste wissenschaftliche Untersuchungen deuten darauf hin, dass Allergiker
ein bis zu 30 Prozent höheres Unfallrisiko aufweisen als Menschen, die
nicht von Allergien geplagt sind. Vor allem Heuschnupfen kann zu einer
starken Einschränkung der Verkehrstüchtigkeit führen: Viele Betroffene
fühlen sich abgeschlagen, leiden an Konzentrationsstörungen und einem
verminderten Reaktionsvermögen. Vorbeugend kann hier ein Innenraumfilter
wirken. Dabei sollten Autofahrer auf eine gute Qualität achten und den
Filter regelmäßig auswechseln, um ein Verstopfen zu vermeiden. Experten
raten, Kombifilter mit Aktivkohle zu verwenden, da diese neben Pollen,
Ruß, Staub und Abrieb auch Abgase und Ozon von der Innenraumluft fern
halten und somit zusätzlich zur Gesundheit der Insassen beitragen.
Nicht vom Regen in die Traufe kommen
Ein Pollenfilter kann zwar den Kontakt zum Allergen während der Autofahrt
verhindern – bereits bestehende Beschwerden kann er jedoch nicht lindern.
Demzufolge sollten Allergiker außerdem ein wirksames Antihistaminikum
einnehmen. „Dabei gehört die Auswahl eines geeigneten Medikaments in die
Hand des Arztes“, rät die Deutsche Haut- und Allergiehilfe in Bonn. Denn
viele ältere Wirkstoffe, aber auch Antihistaminika der jüngeren Generation
machen müde, setzen die Aufmerksamkeit herab und stellen für Autofahrer
ebenso ein Sicherheitsrisiko dar wie eine nicht behandelte Allergie. Das
bestätigt auch eine Umfrage der Deutschen Haut- und Allergiehilfe unter
2.500 Ärzten, in der lediglich einem Wirkstoff (Desloratadin) bescheinigt
wurde, nicht müde zu machen.
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