Heuschnupfenmittel sollten lindern, aber nicht müde machen
Bonn, 22.04.03 Moderne Antihistaminika können
die typischen Symptome von Heuschnupfen, allergischem Asthma und allergischen
Hauterkrankungen wirksam lindern. Wer jedoch im Alltag stark gefordert
ist, Auto fährt oder Maschinen bedient, sollte bei der Auswahl eines solchen
Medikaments gut hinschauen. Denn vor allem ältere, aber auch einige neuere
Antihistaminika machen müde und sind somit nicht alltagstauglich.
Pollenallergiker sind erheblich in ihrer Lebensqualität eingeschränkt:
Atemprobleme, Niesreiz und Bindehautentzündung führen oftmals dazu, dass
die Betroffenen schlecht schlafen und sich in ihrer schulischen oder beruflichen
Leistungsfähigkeit beeinträchtigt fühlen. Antihistaminika, eine der wichtigsten
Wirkstoffklassen gegen Allergien, können hier helfen. Allerdings haben
die meisten Antihistaminika eine ermüdende (sedierende) Wirkung und sind
daher nicht geeignet, wenn es in Alltag oder Beruf auf ein gutes Konzentrations-vermögen
ankommt. Einer aktuellen DHA-Umfrage unter Hautärzten und Allergologen
zufolge wird diese unerwünschte Wirkung selbst bei vielen neueren Antihistaminika
beobachtet; eine sehr gute Beurteilung hat hier lediglich ein einziger
Wirkstoff erhalten (Aerius). Die Deutsche Haut- und Allergiehilfe rät
daher Allergikern, Antihistaminika nicht einfach in der Apotheke zu kaufen,
sondern sich von ihrem Arzt über ein geeignetes Präparat beraten zu lassen.
|
|
 |
zurück
|