Mehr zum Thema in unseren Broschüren

Mit unserer Broschüre möchten wir Ihnen erklären, worauf es bei einer Allergie vorbeugenden Ernährung ankommt und worauf Sie achten sollten, insbesondere, wenn in Ihrer Familie bereits gehäuft Allergien auftreten. Wir hoffen, dass wir mit unseren Empfehlungen dazu beitragen können, dass Ihrem Kind eine Allergiekarriere erspart bleibt und es gesund und unbeschwert aufwachsen kann.


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Gerade in den eigenen vier Wänden können potenzielle Allergene wie Milben, Schimmelpilze und Tierhaare die Gesundheit belasten. Schätzungsweise acht bis zwölf Millionen Bundesbürger reagieren mittlerweile allergisch auf Hausstaub - Tendenz steigend.

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Allergien

Allergien vorbeugen

Einen sicheren Schutz vor Allergien gibt es nicht. Die beste Vorbeugung ist, alles zu vermeiden, was das Risiko an einer Allergie zu erkranken erhöht.

Genetische Veranlagung

Die Bereitschaft, auf körperfremde Stoffe allergisch zu reagieren wird vererbt (Atopie). Ob, und in welchem Ausmaß im Einzelfall diese Veranlagung vererbt wird, lässt sich jedoch nicht vorhersagen. Da die Wahrscheinlichkeit aber hoch ist, wird allergisch vorbelasteten Familien empfohlen, vorbeugende Maßnahmen zu treffen.

Prävention während der Schwangerschaft

Über die pränatale Allergieprävention, ihre Möglichkeiten und Grenzen ist noch zu wenig bekannt. Mit Sicherheit hat die Gesundheit der Mutter Einfluss auf die Entwicklung des Fetus und so gilt ihr besondere Beachtung. Eine gesunde, ausgewogene Ernährung ist die beste Grundlage für Mutter und Kind. Auf Genussmittel wie Alkohol und Nikotin sollte die werdende Mutter während der Schwangerschaft unbedingt verzichten.

Ernährung des Säuglings und Kleinkindes

Nach der Geburt setzt die eigentliche Allergieprävention ein, wenn die Ausprägung des körpereigenen Immunsystems beginnt. In der frühen Entwicklungsphase des Säuglings wird deshalb zur Unterstützung des Immunsystems empfohlen, das Kind in den ersten sechs Monaten ausschließlich zu stillen. Wenn Mütter ihr Kind vorübergehend nicht stillen können oder möchten, bieten hypoallergene Säuglingsnahrungen (H.A.) eine vergleichbare Schutzwirkung. Bei der Einführung der Beikost ab dem fünften bis sechsten Monat sollten hochallergene Nahrungsmittel wie Kuhmilch, Eier, Fisch, Schweinefleisch, Zitrusfrüchte, Soja und Nüsse vermieden werden. Am besten werden neue Nahrungsmittel nach und nach in die Ernährung integriert, damit allergische Reaktionen sofort bemerkt werden.

Medikamentöse Therapie

Ob und in wieweit Infektionen in der frühen Kindheit die Allergieentwicklung später beeinflussen, wird zurzeit noch kontrovers diskutiert. Verschiedene Untersuchungen deuten darauf hin, dass häufige virale Infektionen der oberen Atemwege in der frühen Kindheit zu einer Überempfindlichkeit der Atemwege führen und damit auch die Entwicklung allergischer Atemwege begünstigen. In breit angelegten internationalen Langzeitstudien wird die prophylaktische Wirkung eines Antihistaminikums auf Virusinfektionen überprüft und der Einfluss einer kontinuierlichen Antihistaminikum-Therapie auf die Häufigkeit und den Schweregrad der Symptome bestimmt.

Gesundes Wohnen

Eine große Bedeutung für die Entwicklung von Allergien, insbesondere von Atemwegsallergien, kommt den Aeroallergenen zu. In den eigenen vier Wänden sollte man alle erforderlichen Maßnahmen treffen, um den Gehalt von Innenraumallergenen (Hausstaubmilben, Tierhaare, Schimmelpilze) gering zu halten. So sollten Haustiere, Topfpflanzen und offene Regale aus dem Schlafbereich verbannt werden. Milbenundurchlässige Matrazenüberzüge, Staubsauger mit Mikrofilter und kühle Räume mit niedriger Luftfeuchtigkeit begrenzen die Zahl der Hausstaubmilben.

Luftschadstoffe, die in Innenräumen beispielsweise durch Zigarettenrauch, Schwefelstäube, Formaldehyd, Lindan und andere Ausdünstungen aus Teppichen, Möbeln oder Baustoffen zu finden sind, lösen zwar meistens keine Allergie aus, sie schädigen und schwächen aber den Organismus, können zu einem erhöhten Infektionsrisiko führen und das Eindringen potentieller Allergene in den Organismus erleichtern.

Berufswahl

In bestimmten Berufen ist der Kontakt zu allergieauslösenden Substanzen unvermeidlich. Allergietest vor dem Start ins Berufsleben sind in manchen Fällen sicherlich angebracht. Allerdings bedeutet ein positiver Test nicht zwangsläufig, dass die Allergie auch tatsächlich ausbricht. Umgekehrt ist gibt auch ein negativer Test keine Sicherheit darüber, ob nicht eine Sensibilisierung in späteren Berufsjahren stattfindet.

Gefährdete Berufsgruppen
  • Besonders hautbelastende Berufsgruppen: Friseure, Bäcker, Floristen, Konditoren, Masseure, Fliesenleger, Metallschleifer, Fräser, Zahntechniker, Photolaboranten, Köche, Maler, Lackierer, Gerber, Kranken- und Altenpfleger
  • hautbelastende Berufsgruppen: Stukkateure, Maurer und Betonarbeiter, Laboranten, Drucker, Ernährungsberufe mit Feuchtbelastung, Beschäftigte in der Hauswirtschaft, in Reinigungsdiensten und im Gaststättengewerbe
  • Gefährdung der Haut durch Arbeiten im feuchten Milieu: Alle Berufe, bei denen die Beschäftigten täglich mehr als ein Viertel der Arbeitszeit (das heißt ca. 2 Stunden) mit den Händen im feuchten Milieu arbeiten, regelmäßig feuchtigkeitsdichte Arbeitshandschuhe getragen werden oder die Hände häufig bzw. intensiv gereinigt werden müssen
Vorsorge
  • Wenn möglich regelmäßig spezielle Schutzhandschuhe tragen
  • vor der Arbeit eine spezielle auf die Haut und den Arbeitsprozess abgestimmte Hautschutzpräparate verwenden, die möglichst schnell, ohne Rückfettung einziehen
  • nach der Arbeit schonende Reinigungspräparate verwenden, sandhaltige Scheuermittel unbedingt vermeiden