Trockene & empfindliche Haut

Mehr zum Thema in unserer Broschüre

Um Ihnen eine Hilfestellung bei der Wahl des für Ihre Haut geeigneten Pflegeprogramms zu geben, werden die grundlegenden Unterschiede, die es bei Hautreinigungs- und -pflegeprodukten zu beachten gilt, erläutert und Empfehlungen zur speziellen Pflege ausgesprochen.


Broschüre bestellen

Der kostenlose Ratgeber kann auch postalisch bei der DHA, Heilsbachstr. 32 in 53123 Bonn angefordert werden.

Schutz und Pflege trockener und empfindlicher Haut

Trockene und empfindliche Haut

Trockener Haut fehlt es an Feuchtigkeit und Hautfetten. Zutreffender wäre es also, von einer trocken-fettarmen Haut zu sprechen. Medizinisch wird dieser Hautzustand deshalb auch als hydrolipidarm bezeichnet.

Ist die Hautbarriere gestört, büßt die Haut ihre Schutzfunktion ein. Eine durchlässige Hornschicht führt dazu, dass die Haut Feuchtigkeit verliert, austrocknet und übermäßig empfindlich auf äußere Reize reagiert.

  Eigenschaften trockener und empfindlicher Haut

Menschen mit einer trockenen Haut spüren, dass die Hautoberfläche rau wird und sich zu schuppen beginnt. Sie verliert an Elastizität und bildet verstärkt feine Linien und Fältchen. Häufig tritt ein Spannungsgefühl auf. Stark trockene Haut ist leicht gerötet, rissig und juckt, zudem reagiert sie gereizt auf äußere Einflüsse und neigt zu Entzündungen.

Neben diesen sichtbaren und spürbaren Zeichen einer trockenen und empfindlichen Haut können verschiedene Hautanalyseverfahren den medizinischen Zustand der Haut ganz konkret ermitteln. Als aussagekräftige Messungen gelten die Bestimmung des transepidermalen Wasserverlusts (TEWL), der relativen Feuchtigkeit der Hornschicht (Corneometrie) sowie des Fettspiegels auf der Hautoberfläche (Sebumetrie). Die Messung des transepidermalen Wasserverlusts ist einer der wichtigsten Parameter zur Beurteilung der tatsächlichen Schutzfunktion der Haut. Ein niedriger TEWL-Wert charakterisiert einen guten Hautzustand.

  Ursachen trockener und empfindlicher Haut

Die noch nicht abgeschlossene Hautreifung zur Geburt und die natürliche Hautalterung führen dazu, dass Babys und alte Menschen meist eine trockene, fettarme und empfindliche Haut haben.

Es gibt vielerlei Ursachen für trockene Haut, die häufig zusammenspielen. Der Mangel an natürlichen Feuchthaltefaktoren und Hautfetten sowie die verminderte Talgproduktion können altersbedingt sein, es können eine erbliche Veranlagung oder Erkrankungen dahinterstecken, aber auch äußere Faktoren wirken sich auf den Hautzustand aus.

  Altersabhängige Faktoren

Trockene und empfindliche Haut ist charakteristisch für die Haut in sehr jungen Jahren sowie im fortgeschrittenen Alter. Bei Säuglingen ist die Haut noch nicht vollständig ausgereift. Sie ist unter anderem drei- bis fünfmal dünner als die Haut von Erwachsenen und Hornschicht und Säureschutzmantel sind noch nicht stabil. Folglich ist Babyhaut sehr empfindlich und trocknet schneller aus.

Dass viele ältere Menschen unter einem trockenen Hautzustand leiden, hängt mit dem natürlichen Alterungsprozess zusammen. Wie jedes andere Organ altert auch die Haut. Die Geschwindigkeit, mit der sich die Hautzellen erneuern, lässt nach, die Talgdrüsen produzieren weniger Fett, außerdem sinkt die Fähigkeit, Feuchtigkeit zu binden. All dies führt zu einer zunehmenden Trockenheit und erhöhten Empfindlichkeit der Haut.

  Trockene und empfindliche Haut bei Neurodermitis
Trockene und empfindliche Haut tritt häufig auf bei:
  • älteren Menschen
  • Babys und Kleinkindern
  • Patienten mit Hauterkrankungen (Neurodermitis, Psoriasis, allergischen Hauterkrankungen)
  • Patienten mit bestimmten inneren Erkrankungen
  • Personen, die Wind und Wetter ausgesetzt sind
  • Personen, die oft baden oder duschen oder auch beruflich ständigen Hautkontakt mit Wasser haben

Trockene, schuppige oder rissige Haut kann auch ein Kennzeichen kranker Haut sein und ist ein typisches Symptom für Neurodermitis. Bei Neurodermitispatienten sind Menge und Zusammensetzung der Fette zwischen den Hornzellen in der äußersten Hautschicht verändert. Dabei fehlt es der Haut unter anderem an Fettstoffen, die als natürliche Feuchthaltefaktoren die Aufgabe haben, Wasser zu binden. Die verminderte Talgproduktion und der erhöhte Wasserverlust führen zu einer gestörten Hautbarriere und einer starken Hauttrockenheit, die mit heftigem Juckreiz verbunden ist.

  Krankheitsbedingte Faktoren

Neben Hauterkrankungen (z. B. Neurodermitis, Psoriasis) kann starke Hauttrockenheit durch Störungen des Fettstoffwechsels, des Wasserhaushalts und verminderte Talgproduktion verursacht werden, die mit anderen organischen Erkrankungen in Zusammenhang stehen (z. B. Nierenerkrankungen, Diabetes mellitus, chronische Darmerkrankungen, ausgeprägte Nahrungsmittelunverträglichkeiten). Zudem kann stark trockene Haut als Nebenwirkung mancher Medikamente auftreten.

  Äußere Einflüsse

Nicht zu unterschätzen sind die Auswirkungen, die äußere Einflüsse auf den Zustand und die Funktionsfähigkeit der Haut haben. Klimafaktoren wie Wind, starke Kälte, Sonneneinstrahlung und geringe Luftfeuchtigkeit, beispielsweise durch Heizungsluft, begünstigen die Entwicklung einer trockenen und fettarmen Haut. Auch die falsche Pflege kann zu einer Belastung für die Haut werden. Zu häufiges und intensives Waschen oder Hautpeelings greifen die Oberhaut und den Wasser-Fettschutz-Mantel an und führen zu einer erhöhten Durchlässigkeit der Hautbarriere.

  Folgen trockener Haut

Trockene Haut steht am Anfang einer Spirale, die zu einer stetigen Verschlechterung des Hautbildes und zunehmenden Einbußen der Hautfunktion führt. Fehlt es der Haut an Fett und Feuchtigkeit, so wird die Hornschicht zunehmend durchlässiger und verliert immer mehr ihre Schutzfunktion. Schädliche Substanzen können leichter eindringen und Hautirritationen und Entzündungsreaktionen hervorrufen. Gleichzeitig verliert die Haut weiter an Feuchtigkeit. Schließlich wird sie so empfindlich, dass selbst kleinste Reizungen die Haut schädigen.