Mit hartnäckigen Schäden an Haaren und Nägeln zum Arzt

Erkrankungen oder Medikamente können Strukturschäden verursachen

Bonn, 31.01.13 Flecken oder Dellen auf den Nägeln, Haarspliss und Haarausfall sind oftmals mehr als ein kosmetisches Problem. Auch organische Erkrankungen oder Medikamente können die Ursache sein. Wer trotz sorgfältiger Pflege über einen längeren Zeitraum an angegriffenen Haaren oder Nägeln leidet, sollte einen Arzt aufsuchen.

Haare und Nägel sagen viel darüber aus, ob mit Körper und Seele alles in Ordnung ist. Sie bestehen zum größten Teil aus Keratin, einem faserbildenden Protein. Erkrankungen, die den Proteinhaushalt beeinflussen, wirken sich daher auch auf Wachstum und Stabilität von Haaren und Nägeln aus. Ein wichtiges Beispiel hierfür ist die Unterfunktion der Schilddrüse. Andere Erkrankungen haben zwar keinen direkten Einfluss, zehren aber am Körper und entziehen ihm Nährstoffe. Um lebenswichtige Funktionen möglichst aufrecht zu erhalten, spart der Körper dort, wo es nicht so darauf ankommt – bei Haaren und Nägeln. Mitunter sind auch Medikamente schuld: Bestimmte Antibiotika, Diabetesmedikamente oder Arzneimittel, die bei Epilepsie eingesetzt werden, rauben dem Körper Vitamine und beeinträchtigen dadurch die Stabilität von Haaren und Nägeln.

Kosmetik allein reicht nicht

Nägel und Haare, die in ihrer Struktur geschädigt sind, brauchen eine schonende Pflege. Doch um das Übel an der Wurzel zu packen, sollte mit ärztlicher Hilfe nach den Ursachen geforscht werden. Nur so kann eine mögliche Grunderkrankung behandelt oder ein verantwortliches Medikament unter Umständen durch ein besser verträgliches ersetzt werden. Unterstützend kann es sinnvoll sein, über einen bestimmten Zeitraum gezielt Nährstoffe einzunehmen, die positiv auf Haare und Nägel wirken. Das gilt vor allem für Vitamin H – auch Haar- und Nagelvitamin genannt. Ein messbarer Mangel an diesem Vitamin ist in unseren Breiten selten. Dennoch hat sich gezeigt1, dass eine Therapie mit Vitamin H die Struktur gestresster Haare und vor allem der Nägel verbessern kann. „Betroffene sollten sich hierzu vom Arzt oder Apotheker beraten lassen“, rät Erhard Hackler, Vorstand der Deutschen Haut- und Allergiehilfe e.V.

Weitere Ratschläge und Informationen enthält die Broschüre „Gesunde Haare und Nägel – Strukturschäden behandeln und vorbeugen“. Der Ratgeber beschreibt Ursachen sowie Behandlungsmöglichkeiten von Haar- und Nagelproblemen und gibt darüber hinaus eine Reihe praktischer Pflegetipps. Er kann kostenlos auf dem Postweg oder im Internet angefordert werden: DHA e.V., Heilsbachstraße 32, 53123 Bonn, www.dha-haareundnaegel.de.

Quelle: 1Bitsch, R. und Bartel, K.: Biotin - Wissenschaftliche Grundlagen, klinische Erfahrungen und therapeutische Einsatzmöglichkeiten. Wiss. Verl.-Ges., 1994