Sonnengebräunt, aber zu trocken

Die Haut braucht zum Herbst ein Fitnessprogramm

Bonn, 28.09.09 Herbstzeit ist Regenerationszeit für die Haut: Wenn die Sonne nicht mehr so lange und intensiv scheint, kann vor allem trockene Haut erst einmal durchatmen. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, die Nachwirkungen des Sommers auszugleichen und die Haut mit der richtigen Pflege fit und widerstandsfähig zu machen.

Mit Beginn des Herbstes schwindet allmählich die Sommerbräune - und zurück bleibt eine trockene, oftmals schuppige und rissige Haut, die empfindlich auf Reizstoffe und Allergene reagiert. Gesunde Haut regeneriert sich in der Regel nach einiger Zeit von allein. Ist die Haut generell trocken oder neigt zu Neurodermitis, braucht sie hingegen Unterstützung. Andernfalls kann sich der Hautzustand weiter verschlechtern und das Risiko für Entzündungen oder Ekzemschübe steigt.

Die Spuren des Sommers

Vor allem Schwimmbegeisterte oder Sportler, die häufig im Freien aktiv sind, sollten ihrer Haut jetzt auf die Sprünge helfen. Denn Schwitzen und ausgiebiger Wasserkontakt – vor allem mit Chlorwasser – greifen den schützenden Fettfilm auf der Haut an und provozieren eine erhöhte Durchlässigkeit der Hautbarriere. Im Zusammenspiel mit einer hohen UV-Strahlung, Wärme und einer geringen Luftfeuchtigkeit gibt die Haut übermäßig viel Feuchtigkeit nach außen ab und trocknet aus. Sinkt der Wassergehalt in der Oberhaut unter die kritische Grenze von 10 bis 20 Prozent, so verliert die Haut ihre Elastizität und Widerstandskraft. Wenn außerdem das Immunsystem der Haut durch intensive UV-Strahlung geschwächt ist, öffnet dies Entzündungen und Irritationen Tür und Tor.

Im Herbst braucht die Haut mehr Fett

Die Hautpflege sollte nicht nur auf den Hauttyp, sondern auch auf die Witterungsverhältnisse abgestimmt sein. Bei warmem Wetter ist eine leichte Hautpflege mit hohem Wasseranteil sinnvoll, die schnell einzieht und eine kühlende Wirkung hat. Wenn es draußen kühler wird, ändern sich die Bedürfnisse der trockenen Haut: Jetzt benötigt sie eine Pflege mit einem höheren Fettanteil, der hilft, den Fett-Feuchtigkeitshaushalt ins Gleichgewicht zu bringen und die Elastizität der Haut wiederherzustellen. Die Qualität der Pflegeöle spielt dabei eine entscheidende Rolle. Gut geeignet sind Lotionen oder Cremes mit pflanzlichen Ölen wie Sheabutter, Sonnenblumen- oder Mandelöl. Im Gegensatz zu Paraffinölen legen sie sich nicht als Film auf die Haut, sondern dringen tief in die Oberhaut ein und unterstützen aktiv die Regeneration der gestörten Hautbarriere. Um das Risiko von Hautreizungen zu reduzieren, sollten die Pflegeprodukte keine überflüssigen Konservierungsstoffe, Parfüme und Farbstoffe enthalten. Babypflegeprodukte auf pflanzlicher Basis erfüllen diese Anforderungen oft am besten, da sie auf die Bedürfnisse der empfindlichen und oft trockenen Babyhaut abgestimmt sind.

Zu welchen Problemen es bei trockener und sensibler Haut kommen kann und was bei der Pflege dieses Hauttyps zu beachten ist, erklärt die kostenfreie Broschüre „Basispflege trockener und empfindlicher Haut“, herausgegeben von der Deutschen Haut- und Allergiehilfe. Bestelladresse: Deutsche Haut- und Allergiehilfe (DHA) e.V., Heilsbachstraße 32, 53123 Bonn, www.dha-hautpflege.de. Im Internet steht die Broschüre auch als Download zur Verfügung.