Bei Neurodermitis Sonne und Hitze mit Vorsicht genießen

Bonn, 22.07.10 Im Sommer können viele Patienten mit Neurodermitis aufatmen. Urlaubsstimmung, frische Luft und Sonne tragen oftmals dazu bei, dass Ekzeme besser abheilen und Schübe seltener auftreten. Doch aufgepasst vor Sonnenbrand, Überhitzung und Schwitzen.

Menschen mit Neurodermitis leiden unter entzündlichen Ekzemen der Haut und einem oftmals unerträglichen Juckreiz. Im Sommer bessern sich bei vielen Patienten die Symptome, denn Sonnenlicht hilft das überaktive Immunsystem der Neurodermitishaut zu normalisieren. So wird die Bestrahlung mit UV-Licht auch als gezielte Behandlungsstrategie bei Neurodermitis eingesetzt. Hier kommt es allerdings auf das richtige Maß an. Wer es mit der Sonne übertreibt, riskiert nicht nur einen Sonnenbrand mit den möglichen Spätfolgen wie Hautkrebs und vorzeitiger Hautalterung. Zu viel Sonne, Überhitzung oder Schwitzen können auch einen Ekzemschub auslösen und den Juckreiz verschlimmern. Besonders sonnenempfindlich sind aufgekratzte Hautpartien, die sich im Heilungsprozess befinden und wo die neu gebildete Haut noch dünn ist. Ein vernünftiger Umgang mit der Sonne ist daher auch bei Neurodermitis wichtig. Das bedeutet: Mittagssonne meiden, viel trinken und für einen guten Sonnenschutz sorgen. Unbedeckte Hautstellen wie Gesicht und Hände brauchen ein Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor. „Neurodermitispatienten sollten auf keinen Fall aus Angst vor unerwünschten Hautreaktionen darauf verzichten“, so Erhard Hackler, Vorstand der Deutschen Haut- und Allergiehilfe. „Denn heutzutage gibt es Sonnenschutzmittel, die nachweislich für die trockene und empfindliche Neurodermitishaut geeignet sind, weil sie beispielsweise auf Emulgatoren verzichten.“ Darüber hinaus ist es sinnvoll, sich durch die passende Kleidung zu schützen. Sie sollte weit geschnitten und luftig sein: Menschen mit Neurodermitis schwitzen vor allem in den Kniekehlen und Armbeugen; insgesamt ist ihre Fähigkeit zur Schweißbildung jedoch herabgesetzt, sodass die Haut leicht überhitzt.

Weitere Informationen zu den Besonderheiten der Neurodermitishaut finden Interessierte auf der Internetseite der Deutschen Haut- und Allergiehilfe
www.dha-neurodermitis.de. Dort kann auch eine Info-Broschüre zur Neurodermitis bestellt werden. Postanschrift: Deutsche Haut- und Allergiehilfe e.V., Heilsbachstraße 32, 53123 Bonn.