Im Winter
braucht die Haut einen guten Kälteschutz
Bonn,
21.11.06 Wer bei kaltem Wetter draußen aktiv ist, sollte nicht
nur einen
Mantel anziehen: Auch die Haut braucht einen fettreichen Kälteschutz – vor
allem an Gesicht und Händen. Andernfalls trocknet sie aus, wird rissig und
empfindlich gegenüber Keimen und Reizstoffen. Feuchtigkeitscremes auf
Wasserbasis bergen sogar die Gefahr, dass die Haut bei Minusgraden einfrieren
kann.
Der Winter bedeutet Stress für die Haut: Extreme
Temperaturschwankungen zwischen drinnen und draußen, niedrige Luftfeuchtigkeit
und trockene Heizungsluft strapazieren die Haut und entziehen ihr Feuchtigkeit.
Zudem drosseln die Talgdrüsen mit sinkenden Temperaturen ihre Aktivität;
bereits ab 8° Celsius produzieren sie kaum noch eigenes Hautfett. Dabei sind
Fette unentbehrlich für die Schutzfunktion der Haut: Sie verleihen der Oberhaut
ihre Stabilität und beugen Feuchtigkeitsverlusten vor. Darüber hinaus sind
Fette Bestandteil des Säureschutzmantels – einem dünnen Wasser-Fett-Film, der
auf Grund seiner leicht sauren Eigenschaften schädliche Keime abwehrt. Ist das
Gleichgewicht von Fett und Feuchtigkeit gestört, so verliert die Haut ihre
Elastizität, wird spröde und rissig. Bakterien, Chemikalien und andere Fremdstoffe
dringen leichter ein und können die Haut reizen oder sogar Allergien auslösen.
Winterhaut
braucht mehr Fett
Im Winter muss die
Hautpflege die verlorenen Funktionen so gut wie möglich ersetzen.
Cremes mit ausreichend hohem Fett-Anteil sind deshalb bei kaltem Wetter die
richtige Wahl, da sie eine dünne Schutzschicht auf der Haut bilden und
verhindern, dass übermäßig Feuchtigkeit verdunstet. Reine Feuchtigkeits-cremes
enthalten dagegen zu viel Wasser und können bei Minusgraden direkt auf der Haut
gefrieren. Aber auch in gut geheizten und klimatisierten Räumen kann sich die
Haut nicht erholen, da die Luftfeuchtigkeit oft weit unter den empfohlenen
Bereich von 40 bis 60 Prozent sinkt.
Um die Haut wirksam
zu schützen, braucht sie im Winter eine besonders reichhaltige Pflege. Produkte
auf Basis pflanzlicher Öle besitzen im Vergleich zu Paraffinölen bessere
Pflegeeigenschaften, da sie tief in die Haut eindringen und sie mit
essenziellen Fettsäuren versorgen. Das stärkt die Barrierefunktion der Haut und
erhöht ihren Feuchtigkeitsgehalt. Trockene Winterhaut reagiert besonders
empfindlich, sodass die Hautcreme möglichst keine Konservierungsstoffe und
keine potentiell Allergie auslösenden Substanzen enthalten sollte. Es lohnt
sich also, einen Blick auf die Inhaltsstoffe zu werfen. Dabei muss es nicht
unbedingt eine teure Kosmetik sein; auch preiswertere Cremes aus
Babypflegeserien können diese Kriterien erfüllen.
Tipps für Schutz und Pflege der trockenen Haut gibt
die DHA in der Broschüre „Basispflege trockener und empfindlicher Haut –
Anforderungen an Hautpflegeprodukte“. Das kostenfreie Heft kann auf dem Postweg
bei der Deutschen Haut- und Allergiehilfe e.V. (DHA), Gotenstraße 164, 53175
Bonn angefordert oder im Internet unter www.dha-hautpflege.de
abgerufen werden.