Frühjahrspflege
für die Haut
Für einen
guten Start in den Frühling sollte die Hautpflege bald umgestellt werden
Bonn
17.02.2006 Kälte und trockene Heizungsluft haben die Haut in diesem Winter
besonders stark beansprucht. Um sich von den Strapazen zu erholen, braucht
sie jetzt ein Plus an Feuchtigkeit. Vor allem bei normaler oder fettiger
Haut sollte bald auf leichtere Tagescremes mit viel Feuchtigkeit und weniger
Fett umgestiegen werden. Allerdings: Für trockene Haut gilt diese Empfehlung
nur bedingt. Sie benötigt auch im Frühjahr eine reichhaltige Pflege.
Die Haut
braucht jetzt wieder mehr Feuchtigkeit und weniger Fett als noch im Januar
oder Dezember. Der Grund: Ein fettreicher Kälteschutz für die Haut ist
nicht mehr notwendig. Und mit steigenden Temperaturen normalisiert sich
die natürliche Talgproduktion, die während der kalten Wintermonate ins
Stocken gekommen ist. Sehr fetthaltige Cremes sollten daher nur noch abends
Verwendung finden. Wer jedoch dauerhaft unter trockener und rissiger Haut
leidet, sollte auch tagsüber weiter zu reichhaltigeren Cremes greifen.
Denn hier geht es bei der Pflege nicht primär um das Zuführen von Feuchtigkeit,
sondern darum, den übermäßigen Wasserverlust zu reduzieren. Ein dünner
Fettfilm auf der Haut wirkt dabei als Verdunstungsschutz, glättet die
raue Hornschicht und stärkt die Barrierefunktion der Haut. Das macht die
Haut geschmeidig und elastisch, verhindert rasches Austrocknen und schützt
vor schädlichen Umwelteinflüssen.
Trockene
Haut reagiert empfindlich
Das Hauptproblem
trockener Haut liegt darin, dass sie ihre Elastizität verliert. Schon bei
geringer mechanischer Beanspruchung bilden sich kleine Risse und Sprünge
in der Hornschicht. Diese kann dann ihre Barrierefunktion gegen äußerliche
Einflüsse wie Schadstoffe und Mikroorganismen nicht mehr wahrnehmen. Trockene
Haut neigt daher stark zu Ekzemen und allergischen Reaktionen.
Wer seiner Haut etwas Gutes tun möchte, sollte daher auf hochwertige
Produkte setzen, die ohne Paraffine (Mineralöle) auskommen. Empfehlenswert
sind pflanzliche Öle wie Jojoba-, Mandel-, Karité- oder Sonnenblumenöl,
die tief in die Haut eindringen können: Sie versorgen die Haut mit
essentiellen Fettsäuren und stärken so die körpereigene Barrierefunktion.
Als besonders hautverträglich – und damit auch für sensible
Haut geeignet - gelten Produkte für empfindliche Babyhaut. Im Gegensatz
zur Erwachsenenkosmetik verzichten hier fast alle Hersteller auf den Einsatz
von billigen Paraffinölen.
Wie viel Pflege braucht die Haut?
Wer täglich duscht oder badet, kommt um regelmäßiges Eincremen
nicht herum. Denn Wasser macht die Haut spröde und anfällig für Irritationen.
Rückfettende Pflege hilft der Haut, die Barrierefunktion nach Bad und Dusche
wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Notwendig ist tägliches Cremen vor
allem für Menschen mit besonders trockener Haut. Hier gilt die Faustregel:
Dann cremen, wenn sich die Haut trocken anfühlt oder spannt. Wissenschaftlich
ist nicht bewiesen, dass sich die Haut an regelmäßiges Eincremen gewöhnt
und dadurch weniger eigenes Hautfett produziert.
Weitere Informationen zum Thema Hautpflege bietet die
kostenlose Broschüre „Basispflege trockener und empfindlicher Haut“. Sie
ist kostenfrei und kann schriftlich bei der Deutschen Haut- und Allergiehilfe
e.V., Gotenstr. 164 in 53175 Bonn bestellt oder im Internet unter www.dha-hautpflege.de
abgerufen werden.