Pollenflug bis in den Herbst hinein Wohnung als erholsamer Rückzugsort für Allergiker

Bonn, 15.07.15 Selbst zur Mitte des Sommers ist die kritische Zeit für Allergiker noch lange nicht vorbei. Der Pollenflug nimmt zwar deutlich ab, ist aber damit nicht aus der Welt. Momentan machen insbesondere die Gräser den Allergikern das Leben schwer. Die aus den USA importierte Ambrosia, auch Radweed und Traubenkraut genannt, stellt zu ihrer Blütezeit ab August einen zunehmenden Auslöser für Heuschnupfen dar. Neben medizinischen Vorsorgemaßnahmen gilt die Regel, Pollen so weit wie möglich aus dem Weg zu gehen. Dazu gehört, auch die eigene Wohnung als erholsamen Rückzugsort möglichst allergenfrei zu halten.

Allergenbarrieren: Zutritt verboten

Eine Methode, die Allergenbelastung in Haus und Wohnung gering zu halten, besteht darin, mechanische Barrieren zu schaffen. Die wirkungsvollste Maßnahme ist der Einbau so genannter Pollenschutzgitter oder -vliese. Sie verhindern, dass Blütenpollen durch offene Fenster und Türen in Haus und Wohnung gelangen können. Wissenschaftlichen Studien zufolge wird das Eindringen von Pollen dabei im Durchschnitt um 90 Prozent verringert. Da das Ausmaß der allergischen Beschwerden vor allem von der Menge der freigesetzten Allergene abhängt, profitieren Pollen-Allergiker gerade an Tagen mit massivem Pollenflug von der Pollenschutzvorrichtung. Darüber hinaus können sie zu jeder Tageszeit lüften oder nachts bei offenem Fenster schlafen. Pollen gelangen allerdings nicht nur durch Fenster und Türen, sondern auch an Schuhen, Kleidung und Haaren ins Haus. Deshalb sollten Allergiker ihre Kleidung, die sie tagsüber getragen haben, nicht im Schlafzimmer ablegen. Ein weiterer Tipp: Vor dem Schlafengehen kurz die Haare auswaschen, um restliche Pollen loszuwerden.

Allergenbeseitigung: Raus aus dem Haus

Im Haus ist zur Pollenflugzeit das regelmäßige Reinigen von Fußböden und Staubwischen das A und O, will man allergische Beschwerden eindämmen. Mit speziellen Saugsystemen und Wischmethoden lassen sich Allergene zumindest vorübergehend beseitigen. Aber gerade beim Putzen, Saugen, Wischen oder Kehren wird viel Staub aufgewirbelt. Um die Feinstaubbelastung in der Raumluft so gering wie möglich zu halten, reinigt man Möbelstücke am besten mit speziellen Anti-Staub-Tüchern. Diese Tücher ziehen den Hausstaub durch ihre elektrostatischen Kräfte „magnetisch“ an und schließen ihn anschließend in ihrer wabenartigen Struktur ein. Nach dem Staubwischen wirft man das Tuch samt den Staub-Allergenen einfach in den Mülleimer.

Frische Raumluft durch staubfreies Saugen

Die bequemste und schnellste Methode zur Reinigung von glatten Fußbodenbelägen und Teppichen ist das Staubsaugen. Allergiker sollten jedoch herkömmliche Staubsaugermodelle meiden, da diese einen Teil der angesaugten Luft – und mit ihr feinste Staubpartikel – über den Filter und das Gehäuse wieder an die Raumluft abgeben. Außerdem ist das Wechseln des Staubsaugerbeutels weiterhin die größte Gefahrenquelle für Allergiker, weil dabei besonders viel Staub aufgewirbelt wird. Deshalb empfehlen sich für die Reinigung von Böden und Polstern Staubsauger mit Sprühdrucksystem. Die angesaugte Luft wird direkt in ein Wasserbad geleitet: Milben, Pollen und Staub werden im Wasser gebunden und mit dem Schmutzwasser entsorgt.

Kostenlose Informationsbroschüre

Die wichtigsten Maßnahmen und Verhaltensregeln zur Allergenvermeidung hat die DHA in der Broschüre „Allergene in der Wohnung reduzieren“ zusammengestellt. Der kostenlose Ratgeber kann postalisch bei der Deutschen Haut- und Allergiehilfe, Heilsbachstraße 32 in 53123 Bonn bestellt werden. Im Internet unter www.dha-allergene-reduzieren.de