Babypflege
Schutzfunktionen
der Haut müssen erst reifen
Bonn,
06.02.09 Wichtige Schutzfunktionen der Haut sind bei Säuglingen und
Kleinkindern noch nicht vollständig entwickelt. So erreichen Säureschutzmantel
und Hornschicht, die die eigentliche Barriere gegen Umwelteinflüsse bilden,
erst im Kindesalter ihre volle Widerstandsfähigkeit. Babyhaut ist folglich noch
sehr empfindlich, reagiert schneller auf äußere Reize und muss vor
Feuchtigkeitsverlust geschützt werden.
Der noch nicht voll entwickelte Eigenschutz
der Babyhaut stellt Eltern vor eine besondere Herausforderung. Sie sollten die
Haut ihres Kindes daher genau beobachten und sie auf eventuell auftretende
Irritationen oder Reizungen untersuchen. Eindeutige Anzeichen
für einen Pflegebedarf sind Rauigkeit, Schuppung oder leichte Rötungen der
Haut. Diese Symptome sind meist mehr als ein kosmetisches Problem und bedürfen besonderer
Aufmerksamkeit und Pflege. Entsprechende Hautstellen sollten
täglich, mindestens aber nach dem Baden oder Waschen, mit einer milden Lotion eingecremt
werden. Ist die Haut des Kindes stärker gereizt, entzündet oder kratzt
es sich häufig, sind Kinder- oder Hautärzte die richtigen Ansprechpartner, um
geeignete Pflegemaßnahmen aufzuzeigen oder eine wirksame Behandlung
einzuleiten.
Cremes
nicht zu dick auftragen
Mit der richtigen Pflege wird Babyhaut von
Tag zu Tag widerstandsfähiger und bildet bald einen Schutzschild gegen
Einflüsse von außen. Da Babys Haut nur
wenig Talg produziert und damit zur Trockenheit neigt, sind Öle, Cremes und
Lotionen für die notwendige Rückfettung sinnvoll. Babys und Kleinkinder dabei lieber
häufiger als zu dick eincremen: Ist die Fettschicht auf der Haut zu dick,
können die Poren verstopfen und Hautunreinheiten entstehen. Die Pflegeprodukte sollten sich auch gut auf der Haut
verteilen lassen und rasch einziehen, da kleine Kinder das Eincremen sonst als
unangenehm empfinden.
Bei aller Unterstützung für die Haut darf die
Pflege aber nicht zur Belastung werden. Für die Babyhaut sollten daher
Pflegeprodukte verwendet werden, die weitestgehend auf synthetische Duft-,
Farb- und Konservierungsstoffe verzichten. Gute Produkte enthalten auch keine
Rohstoffe auf Mineralölbasis, sondern hochwertige Pflanzenöle, die tief in die
Haut eindringen und sie in ihrer Aufgabe als Barriere gegen schädliche
Einflüsse unterstützen. „Gerade in Produkten für die Babyhautpflege haben Paraffine
als Ersatz für hochwertige pflanzliche Öle nichts zu suchen“, betont Erhard
Hackler, geschäftsführender Vorstand der Deutschen Haut- und Allergiehilfe.