Ernährung
von Säuglingen
Gute
Verdauung auch für Allergieschutz wichtig
Bonn, 05.08.11
Säuglingsnahrung sollte möglichst leicht verdaulich sein und Magen und Darm
nicht belasten. Das ist für Babys Wohlbefinden wichtig, leistet aber auch einen
Beitrag zur Allergieprävention. Denn wenn mit der Verdauung alles klappt, kann
sich das darmeigene Immunsystem besser entwickeln und einen natürlichen Schutz
vor Allergien aufbauen.
Die
beste Form der Säuglingsernährung ist das Stillen. Muttermilch schützt nicht
nur auf natürliche Weise vor einer Sensibilisierung gegen Milcheiweiß. Sie ist
auch leicht verdaulich und trägt dazu bei, dass der Magen-Darm-Trakt des Babys
sich ungestört entwickeln kann. Hypoallergene (HA)
Säuglingsnahrung kommt der Muttermilch in beiden Punkten besonders nah: Das
Milcheiweiß ist hier in kleinere Bruchstücke aufgespalten und kann daher keine
Allergie auslösen. Außerdem flockt es im Gegensatz zum intakten Kuhmilcheiweiß
herkömmlicher Säuglingsnahrung in der sauren Umgebung des Magens kaum aus und
wird somit schneller verdaut.
Der
Darm beherbergt das größte Immunsystem des menschlichen Körpers: Mehr als 70
Prozent der Abwehrzellen sind dort angesiedelt und verrichten ihre Arbeit als
Schutzschild gegen Schadstoffe, Keime und Allergene. Bei Babys ist dieses
Immunsystem noch nicht ausgereift, sondern es entwickelt sich im Laufe des ersten
Lebensjahres. Die richtige Säuglingsnahrung ist daher für ein gesundes Wachstum
und für die Ausprägung eines starken Immunsystems besonders wichtig.
Eine
Broschüre der Deutschen Haut- und Allergiehilfe erklärt, worauf es bei der
Ernährung von Säuglingen ankommt und was Mütter beachten sollten, die nicht
stillen können. Der Ratgeber „Allergieprävention und Ernährung“ ist kostenlos
und kann postalisch oder im Internet angefordert werden: DHA e.V., Heilsbachstraße 32,
53123 Bonn, www.dha-allergien-vorbeugen.de.