Wenn die Haut SOS funkt
Trockene Haut ist mehr als ein kosmetisches Problem
Bonn, 05.05.06 Für unsere Haut ist der Alltag purer Stress.
Sonne und Umweltschadstoffe machen ihr ebenso zu schaffen wie tägliches Duschen
oder Baden. Gerade die empfindliche, zur Trockenheit
neigende Haut kann durch äußere Einflüsse sehr rasch
aus der Balance geraten und höchst sensibel reagieren. Sie wird leicht rauh und spröde, und neigt zu
Rissen, Rötungen und Entzündungen. Ist das Gleichgewicht der Haut gestört,
wird zudem das Auftreten von Allergien oder Hautkrankheiten begünstigt.
Gesunde Haut bietet weit
mehr als nur Schönheit: Sie schützt den Körper auch vor Strahlung, Krankheitserregern
und Umweltgiften. Wer die Pflege vernachlässigt oder die Haut falsch behandelt,
setzt daher nicht nur sein Aussehen aufs Spiel, sondern riskiert Hautirritationen
und dauerhafte Schäden. Denn nur wenn die Haut gesund ist, hat sie eine erstaunliche
Widerstandsfähigkeit gegen schädigende Einflüsse.
Heutzutage ist es ganz normal, jeden
Tag mindestens einmal zu duschen oder zu baden. Langer, häufiger Kontakt mit
heißem Wasser trocknet die Haut jedoch aus, genauso wie ungeeignete Reinigungs-
und Hautpflegeprodukte oder ausgedehnte Sonnenbäder. Immer mehr Menschen leiden
daher unter trockener, spröder und zu Schuppen neigender Haut. Trockene Haut über einen längeren Zeitraum ist jedoch mehr
als ein kosmetisches Problem: Sie gilt als ein erster und ernstzunehmender Hinweis für eine Schädigung der Hautbarriere.
Sie kann ihre wichtigsten Aufgaben – Schutz vor Austrocknung und Barriere
gegen schädliche Umwelteinflüsse und Krankheitserreger – nicht mehr effektiv
erfüllen. Trockene Haut stellt daher spezielle Ansprüche an die tägliche
Pflege, da sie mehr als andere Hauttypen zu Ekzemen und allergischen Reaktionen
neigt.
Weniger ist mehr
Grundsätzlich
kann man das Risiko von Hautreaktionen durch schonenden Umgang mit der Haut
vermindern: nicht zu oft, zu heiß oder zu lange waschen, duschen und baden.
In jedem Fall sollten Betroffene besonders milde Reinigungsprodukte verwenden
und diese sparsam einsetzen. Nach dem Auftragen auf die nasse Haut empfiehlt
sich gründliches Abspülen mit klarem Wasser. Hier gilt die Regel: Für das
Abspülen ist die doppelte Zeit wie zum Reinigen notwendig. Eine Ausnahme bilden
rückfettende Dusch- und Ölbäder, bei denen ein Verbleib auf der Haut erwünscht
ist. Allerdings können auch rückfettende Hautreinigungsmittel den Pflegebedarf
bei sehr trockener Haut nicht ausreichend decken. Nach jeder Reinigung sollte
man die Haut daher reichlich eincremen. Wer zwei bis drei Stunden später schon
wieder Spannungsgefühle bemerkt, sollte unbedingt auf eine reichhaltigere
Creme umsteigen. Empfehlenswert sind Produkte auf Basis pflanzlicher
Öle, da sie besser in die Haut eindringen und sie mit essenziellen
Fettsäuren versorgen. Das stärkt die Barrierefunktion der Haut, erhöht ihre
Feuchtigkeit und verbessert die Hautelastizität.
Maßnahmen zum Schutz und zur Pflege
trockener Haut erläutert die Broschüre „Basispflege trockener und empfindlicher
Haut“ der Deutschen Haut- und Allergiehilfe (DHA). Sie informiert über die
Voraussetzungen für eine gesunde Haut und kann kostenlos bei der DHA, Gotenstraße
164 in 53175 Bonn bestellt oder im Internet unter www.dha-hautpflege.de angefordert werden.