Neurodermitis im Babyalter
Mehrheit der Patienten
erkrankt im ersten Lebensjahr
Bonn, XX02.10.07
Vorboten der Allergie wie Milchschorf und sehr trockene
Haut treten häufig schon in den ersten Lebensmonaten auf. Die Grenze zur
Neurodermitis ist aber erst überschritten, wenn sich hartnäckige Ekzeme mit
quälendem Juckreiz bilden. Ziel der Hautpflege ist es dann, akute Schübe
abzuwenden und beschwerdefreie Zeiten zu verlängern.
Mindestens drei Prozent aller Säuglinge und noch mehr Klein-
und Schulkinder sind von Neurodermitis betroffen – Tendenz leider steigend. Häufig
zeigen sich die Vorboten der Erkrankung schon im Säuglingsalter. Die Haut ist dann
meist extrem trocken und die Wangen wirken rau und gerötet. Nicht selten bilden
sich auch krustig schuppende Beläge am Oberkopf, die man als Milchschorf
bezeichnet. Allerdings bedeutet nicht jeder Milchschorf den Beginn einer
Neurodermitis. Doch spätestens wenn sich das Hautbild verändert und immer
wieder Ekzeme auftreten, sollte ein Hautarzt zu Rate gezogen werden.
Erscheinungsbild ist vom Alter abhängig
Neurodermitis ist eine Hauterkrankung, die sich in Form von
roten, häufig schuppenden oder auch nässenden Hautstellen zeigt. Zunächst
treten diese Ekzeme vorwiegend im Gesicht auf den Wangen auf. Mit zunehmendem
Alter breiten sich die Symptome auch auf Hals, Arme und Beine aus. Neurodermitis
ist nicht heilbar, doch eine konsequente Therapie und Basispflege der Haut
lindern die Symptome und können neue Schübe hinauszögern oder sogar verhindern.
Aufgabe der Basispflege ist es dann, Fett- und Feuchtigkeitsverluste
auszugleichen, damit die Haut weniger rau und schuppig ist und Spannungsgefühle
sowie Juckreiz nachlassen. Cremes und Pflegelotionen, die auf Basis pflanzlicher
Öle hergestellt sind, eignen sich dabei besonders zur Pflege trockener und
empfindlicher Haut. Anders als paraffinölhaltige Produkte verbleiben sie nicht
auf der Hautoberfläche, sondern ziehen in die Haut ein und versorgen sie mit
essentiellen Fettsäuren. Einige Babypflegeprodukte hat die Deutsche Haut- und
Allergiehilfe e.V. (DHA) getestet und kann sie als für die Basispflege geeignet
empfehlen.
Gute Prognose
Jede Neurodermitis verläuft
individuell und kann vielfältige Erscheinungsformen annehmen. Mit der Zeit heilt die Erkrankung
bei vielen Säuglingen jedoch wieder ab. Drei Viertel aller Jugendlichen, die
als Säugling an einer Neurodermitis litten, sind im Alter von 16 Jahren frei
von Beschwerden. Zudem gilt: Je früher eine Neurodermitis
auftritt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass – bis auf die trockene
und empfindliche Haut – fast alle Symptome wieder verschwinden.
Um die Hautgesundheit von
Babys optimal zu unterstützen, gibt die DHA mit der Broschüre „Babys Haut
gesund pflegen“ Tipps für die richtige Pflege. Sie informiert über die Besonderheiten
der Babyhaut und hilft, Hautprobleme richtig einzuschätzen. Die kostenlose
Broschüre kann schriftlich bei der Deutschen Haut- und Allergiehilfe,
Heilsbachstraße 32 in 53123 Bonn angefordert oder im Internet unter www.dha-hautpflege.de
abgerufen werden.