Neue Broschüre der Deutschen Haut- und Allergiehilfe

Handekzeme möglichst früh behandeln

Bonn, 02.06.14 Schon das Händeschütteln oder leichte Zugreifen kann für Menschen mit einem Handekzem zur Qual werden. Die Betroffenen klagen über Hautrisse, Entzündungen und Bläschen an den Händen. Diese sind nicht nur schmerzhaft, sondern werden oftmals auch von einem starken Juckreiz begleitet. Studien zufolge leiden etwa zehn Prozent der deutschen Bevölkerung vorübergehend oder dauerhaft unter einem Handekzem. Frauen trifft es häufiger als Männer. Die unangenehme Hautkrankheit kann nicht nur die Lebensqualität einschränken, sondern mitunter auch Probleme am Arbeitsplatz mit sich bringen. Eine neue Broschüre der Deutschen Haut- und Allergiehilfe (DHA) zeigt auf, wie es zu Handekzemen kommen kann, wie eine sinnvolle Diagnostik aussieht und vor allem, welche Behandlungs- und Pflegemöglichkeiten es gibt.

Viele Faktoren strapazieren die Haut an den Händen. „Jede hautverschmutzende Tätigkeit, aber auch jedes Händewaschen stellt einen Reiz dar“, erklärt Professor Dr. med. Peter Elsner, Direktor der Hautklinik vom Klinikum der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Je nach Empfindlichkeit kann dies mehr oder weniger leicht ein Ekzem verursachen. Dass mechanische Reizungen, chemische Substanzen oder Allergene die Haut der Hände so gefährden können, liegt daran, dass die natürliche Hautbarriere bereits gestört ist oder durch wiederholte Belastungen immer wieder angegriffen wird. Eine nachhaltige Pflege der Haut kann die Hautbarriere wiederherstellen und stabilisieren. „Deshalb ist das regelmäßige Eincremen das A und O für den Schutz der Hände“, so Professor Elsner: „Wichtig ist dabei jedoch, dass die Pflegecreme den Bedürfnissen der empfindlichen und angegriffenen Haut entspricht.“

Hautprobleme sollten per se nicht unterschätzt werden. Wer erste Anzeichen eines Handekzems ignoriert und den Hautschutz und die notwendige Pflege vernachlässigt, riskiert eine dauerhafte Schädigung der Haut. „Wenn sich Symptome wie eine Entzündung, Risse in der Haut oder Bläschen zeigen, sollte man auf jeden Fall einen Hautarzt aufsuchen, um einen chronischen Verlauf zu verhindern“, rät Professor Elsner.

Die neue DHA-Broschüre „Chronisches Handekzem – Vorbeugung, Pflege und Behandlung“ soll Patienten helfen, ihre Hauterkrankung besser zu verstehen. Der Ratgeber erläutert auf leicht verständliche Weise die möglichen Ursachen für ein Handekzem, geht auf sinnvolle Diagnoseschritte ein und stellt Maßnahmen zum Hautschutz vor. Zur weiterführenden Information sind relevante Internetadressen aufgelistet. Die Broschüre ist kostenlos und kann bei der Deutschen Haut- und Allergiehilfe bestellt werden: DHA e.V., Heilsbachstraße 32, 53123 Bonn. www.dha-handekzem.de