Hauterkrankungen

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Die kostenlosen Ratgeber können auch postalisch bei der DHA, Heilsbachstr. 32 in 53123 Bonn angefordert werden.

Informationen für Patienten

Hauterkrankungen

Ziel der Deutschen Haut- und Allergiehilfe e.V. ist es unter anderem, Erkrankte mit ihrem Leiden nicht allein zu lassen und die gesellschaftliche Akzeptanz für die Erkrankung durch gezielte Informationen zu erhöhen. Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Handekzem, die mit typischen Erscheinungen einhergehen, werden vielfach noch heute per se als "ansteckend" oder gar "ekelerregend" angesehen. Zu den körperlichen Leiden der Betroffenen wie Schmerzen oder quälendem Juckreiz können auf diese Weise noch aus Scham oder Isolation resultierende psychische Belastungen hinzukommen.

Umfassende Informationen über Ursachen und Krankheitsbilder der Erkrankungen und deren Behandlungsmöglichkeiten gehören daher zu den Kernaufgaben der DHA. Daher werden wir an dieser Stelle Hauterkrankungen im Überblick vorstellen. Vertiefend können Sie sich dann auf den jeweiligen Webseiten informieren - oder in der betreffenden Broschüre.

Bitte schauen Sie sich auch unsere Infoblätter an. Hier informieren wir Sie in aller Kürze über Allergien und Hauterkrankungen, von A wie Akne bis Z wie Zöliakie, jeweils als PDF zum Ausdrucken.

Möchten Sie uns selbst ein Thema vorschlagen? Bitte schreiben Sie uns: DHA, Heilsbachstr. 32, 53123 Bonn

Hauterkrankungen im Fokus:

Neurodermitis

Raue und stark trockene Haut mit immer wiederkehrenden Entzündungen, juckenden Ekzemen und Kratzattacken – für rund vier Millionen Neurodermitispatienten in Deutschland gehören diese Symptome zum Alltag. Obwohl man die Hintergründe der Neurodermitis, die Rolle des Immunsystems und die Bedeutung auslösender Faktoren immer besser versteht, gibt es bislang noch keine ursächliche Therapie, die diese chronisch-entzündliche Hauterkrankung heilen könnte.

Doch es besteht Hoffnung: Dank konsequentem Hautmanagements, bestehend aus Basistherapie und wirkstoffhaltigen Salben oder Cremes, gelingt es, die Symptome immer besser in den Griff zu bekommen.

Wir wissen um die Belastung und den Leidensdruck der Betroffenen und ihrer Familien. Mit dieser Website und unserer neuen Broschüre möchten wir Ihnen kurz die Hintergründe Ihrer Erkrankung erläutern und aufzeigen, mit welchen Therapien und aktuellen Behandlungsstrategien sich der Hautzustand langfristig verbessern und Ekzemschübe wirkungsvoll verhindern lassen.

Psoriasis

Rund drei Millionen Menschen in Deutschland sind von Schuppenflechte betroffen. Bei zwei Dritteln der Betroffenen verläuft die Erkrankung chronisch über einen langen Zeitraum ohne Rückbildungsneigung. Zwischen 10 und 30 Prozent leiden zudem an psoriatrischer Arthritis, bei der auch die Gelenke befallen sind.

Die allgemeine Schuppenflechte (Psoriasis vulgaris) ist durch eine ausgeprägte Schuppenbildung an Ellbogen, Knien und Kopfhaut gekennzeichnet, bei mittelschweren und schweren Erscheinungsformen sind ausgedehnte Areale am gesamten Körper betroffen. Besonders hartnäckig sind die seltenen Formen mit eitrigen Pusteln (Psoriasis pustulosa) oder die Varianten an Problemregionen des Körpers (Psoriasis inversa). Eine besonders schwere Form der Schuppenflechte ist die Psoriasis Arthritis, bei der sich die Entzündungen auch auf die Gelenke ausdehnen. Hier sind in der Regel vor allem die Finger- und Zehengelenke betroffen; Schmerzen und Gelenksteifigkeit sind die Folge.

Die Ursachen der Schuppenflechte sind bis heute nicht vollständig aufgeklärt. In den meisten Fällen spielen erbliche Faktoren eine Rolle. Das bedeutet aber nicht, dass die Krankheit bei erblicher Vorbelastung zwangsläufig ausbricht. Was die Schuppenflechte im Endeffekt auslöst, ist individuell sehr unterschiedlich und oftmals nicht mit Sicherheit festzustellen. Mögliche Auslöser sind Schädigungen der Haut, zum Beispiel durch Verbrennung, Entzündungen, Infektionskrankheiten, Stoffwechselstörungen, hormonelle Umstellungen, Medikamente oder Stress.

Chronisches Handekzem

Handekzeme sind häufig: Allein in Deutschland leiden etwa 10 Prozent der Bevölkerung an dieser quälenden Entzündung der Haut. Insbesondere bei schweren und chronischen Formen des Handekzems ist die Lebensqualität der Betroffenen stark beeinträchtigt. Der persönliche Leidensdruck ist sehr hoch, nicht zuletzt dadurch, weil die für alle Mitmenschen sichtbaren Hautkrankheitserscheinungen an den Händen bei vielen Patienten Schamgefühle und Ausgrenzungsangst auslösen.

Als häufigste berufsbedingte Hauterkrankung führt ein chronisches Handekzem nicht selten zu anhaltender Arbeitsunfähigkeit und damit zur Gefährdung oder zum Verlust des Arbeitsplatzes.

Die Behandlung des Handekzems ist oft langwierig. Für die Therapieplanung ist es wichtig, das individuelle Handekzem eines Betroffenen möglichst genau nach Ursachen, Erscheinungsbild und Schweregrad zu charakterisieren. Vor allem chronische, schwere Handekzemverläufe benötigen ein komplexes Behandlungskonzept. Neben Hautpflege und Hautschutz sowie äußerlichen Anwendungen mit wirkstoffhaltigen Zubereitungen kann auch eine systemische (innerliche) Therapie in Frage kommen. Aktuell ist seit November 2008 dafür erstmals ein spezifisch zugelassener Wirkstoff verfügbar: Ein Vitamin A-Abkömmling in Kapselform zur oralen Einnahme.