Die richtige Pflege unterstützt die Regeneration der Haut. Sie kann den Wasserverlust trockener Haut ausgleichen und den Hautzustand entscheidend verbessern.
Der kostenlose Ratgeber kann auch postalisch bei der DHA, Heilsbachstr. 32 in 53123 Bonn angefordert werden.
Hautpflege

Die Haut ist unser größtes Organ. Sie bildet die Kontaktfläche zu unserer Umwelt und ist ein wichtiges Sinnesorgan, über das wir Berührungen, Kälte, Wärme, Druck und auch Schmerzen wahrnehmen. Gleichzeitig sorgt die nur wenige Millimeter dünne Hülle unseres Körpers als wirkungsvolle Barriere dafür, dass Fremdstoffe wie zum Beispiel krankheitserregende Bakterien, Viren oder Pilze, chemische Substanzen und Allergene nicht ungehindert eindringen können. Sie schützt vor äußeren Einflüssen wie Kälte, Hitze und Verletzungen und verhindert außerdem einen Feuchtigkeitsverlust von innen und damit die Austrocknung unseres Körpers.
Um all diese wichtigen Schutzfunktionen erfüllen zu können, benötigt die Haut selber Schutz und Pflege. Denn ist die Hautstruktur erst einmal gestört, so wird die Barriere durchlässiger. Schädliche Stoffe können leichter eindringen und zu Hautreizungen, Entzündungen und Allergien führen beziehungsweise den Zustand einer bereits geschädigten Haut verschlechtern.

Die Haut besteht aus drei Schichten: Unterhaut (Subcutis), Lederhaut (Dermis) und Oberhaut (Epidermis). Diese drei Schichten unterscheiden sich entsprechend ihren Funktionen in ihren Eigenschaften und ihrem Gewebeaufbau.
Die Unterhaut setzt sich hauptsächlich aus Fettgewebe zusammen, das durch Bindegewebsstränge in einzelne Fettläppchen unterteilt wird. Sie dient der Temperaturisolierung und als eine Art Dämpfer, der die inneren Organe vor Druck und Stößen schützt. Die darüber liegende Lederhaut bildet dank ihrer verschiedenen Bindegewebsfasern eine elastische Schicht. Sie enthält zahlreiche Blutgefäße, Nerven- und Muskelzellen. Während der Übergang von der Leder- zur Unterhaut fließend ist, gibt es zwischen der Lederhaut und der Oberhaut eine scharfe, wellenförmige Grenze. Über diese Grenze nimmt die Oberhaut, die selbst keine Blutgefäße besitzt, Nährstoffe auf und gibt Stoffwechselschlacken ab.

Die Oberhaut, die im Gesicht etwa 0,02 Millimeter und an den Fußsohlen bis zu 5 Millimeter dick ist, besteht selbst wieder aus mehreren Schichten. Ihre Zellen werden von ihrer untersten Schicht, der Basalschicht, gebildet und im Laufe eines Monats von dort in die oberen Schichten verschoben.
Während dieses Prozesses verhornen die Hautzellen. Sie schichten sich in der äußersten Hautschicht in mehreren Lagen wie eine Mauer übereinander, bevor sie schließlich absterben und als Hautschuppen abgestoßen werden. Die äußerste Hautschicht, bestehend aus den geschichteten Hornzellen, wird entsprechend als Hornschicht oder Stratum corneum bezeichnet. In der Hornschicht sorgen Hornfette, die so genannten epidermalen Lipide, für den Zusammenhalt der Hornzellen. Kommt man zurück zum Mauermodell, so wären die Hornzellen die Backsteine und die epidermalen Lipide der Mörtel, der die Backsteine miteinander verbindet.