Mehr zum Thema in unserer Broschüre

Mit unserer Broschüre möchten wir Ihnen erklären, worauf es bei einer Allergie vorbeugenden Ernährung ankommt und worauf Sie achten sollten, insbesondere, wenn in Ihrer Familie bereits gehäuft Allergien auftreten. Wir hoffen, dass wir mit unseren Empfehlungen dazu beitragen können, dass Ihrem Kind eine Allergiekarriere erspart bleibt und es gesund und unbeschwert aufwachsen kann.


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Special

Allergien vorbeugen durch Ernährung

Allergien auf dem Vormarsch

Der schon seit Jahren beobachtete Trend bei der Zunahme von Allergien scheint ungebrochen. Besonders bei Kindern gibt die Situation Anlass zu Besorgnis. So geht man heute davon aus, dass bis zu 20 Prozent der Kinder an allergischem Schnupfen, rund 19 Prozent an Neurodermitis und bis zu sieben Prozent an allergischem Asthma leiden. (Die Zahlen variieren abhängig von Wohnort, Umwelteinflüssen und Alter der Kinder.)

Da man bislang immer noch zu wenig über die genaue Entstehung von Allergien weiß, lassen sich auch die Ursachen des dramatischen Anstiegs der Krankheitsfälle nicht zufriedenstellend erklären. Als wichtigste Faktoren spielen eine genetische Veranlagung und der frühe Kontakt mit möglichen allergieauslösenden Stoffen eine Rolle.

Häufigkeit der wichtigsten allergischen Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland

Aktuelle Empfehlungen zur Allergieprävention


Die beste Allergievorbeugung ist ausschließliches Stillen über vier Monate.

Die stetige Zunahme allergischer Erkrankungen in den westlichen Industrienationen hat es erforderlich gemacht, gezielte Präventionsmaßnahmen zu entwickeln, mit deren Hilfe eine Nahrungsmittelsensibilisierung vermieden werden kann. Auf der Grundlage zahlreicher wissenschaftlicher Studien werden mittlerweile konkrete Empfehlungen zur Vorbeugung von Allergien bei Säuglingen durch eine richtige Ernährung ausgesprochen, so z. B. durch die

  Stillen


Nach Auswertung verschiedener Studien gibt es keine Hinweise dafür, dass eine allergenarme Ernährung der Mutter während der Schwangerschaft und Stillzeit einen Allergie vorbeugenden Effekt für den Säugling hat. Empfohlen wird eine ausgewogene und nährstoffdeckende Ernährung.

Verschiedene Studien bestätigen, dass Muttermilch sowohl aus ernährungsphysiologischer Sicht als auch für die Vorbeugung von allergischen Erkrankungen die ideale Ernährung in den ersten Lebensmonaten ist. Muttermilch ist in ihrer Zusammensetzung den entwicklungsspezifischen Bedürfnissen des Säuglings angepasst. Sie ist das einzige Nahrungsmittel, das körpereigenes Eiweiß enthält, gegen das keine Allergie entwickelt werden kann. Allerdings ist auch Muttermilch nicht völlig frei von Allergenen. Denn Spuren aller Lebensmittel, so auch Allergene, können aus der Nahrung der Mutter in die Milch übergehen. Dieser frühe Kontakt des Kindes mit minimalen Mengen an Allergenen ist ein natürlicher Vorgang, der normalerweise dazu führt, dass sich das Immunsystem des Kindes langsam an fremde Eiweiße gewöhnt und diese zu tolerieren lernt. Zusätzlich enthält die Muttermilch bestimmte Immunfaktoren, die den Aufbau des kindlichen Immunsystems unterstützen und die Ausreifung der Darmschleimhaut fördern. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass sich Muttermilch äußerst günstig auf die Besiedlung der Darmflora auswirkt. Bei gestillten Kindern entwickelt sich eine Darmflora mit einem hohen Anteil an gesundheitsfördernden Bifidusbakterien, die unter anderem die natürlichen Abwehrmechanismen des Darms verstärken.

Damit gilt Muttermilch als der optimale Schutz vor Krankheiten und Allergien. Kinderärzte und Allergologen raten daher, Säuglinge – wenn möglich – in den ersten vier bis sechs Monaten ausschließlich zu stillen. Dies gilt insbesondere für Kinder, die aus einer Familie mit erhöhtem Allergierisiko stammen.

  Allergieschutz mit HA-Nahrung


Moderne Anfangsnahrungen (zum Beispiel Start HA) sind in ihrer Zusammensetzung, ihrem Eiweiß-, Milchzucker- und Fettgehalt der Muttermilch weitestmöglich angepasst und besitzen – richtig aufgespalten – einen vergleichbaren allergievorbeugenden Effekt.

Nicht allen Frauen ist es möglich, ausschließlich zu stillen. In diesen Fällen wird empfohlen, allergiegefährdete Kinder mindestens bis zum Alter von vier Monaten mit allergenarmer (hypoallergener) Säuglingsnahrung zu versorgen.

Bei dieser auch als HA-Nahrung bezeichneten Säuglingsnahrung ist das enthaltene Milcheiweiß bereits aufgespalten, um so die Allergenität zu senken. Ganz entscheidend für die allergiepräventive Wirkung der HA-Nahrung ist dabei die Art der Zerkleinerung des Milcheiweißes, d. h. es muss an den richtigen Stellen aufgespalten werden. Hierin unterscheiden sich die verschiedenen HA-Nahrungen. Damit ist auch ihr vorbeugender Effekt sehr unterschiedlich. Die ausdrückliche Empfehlung lautet daher, allergiegefährdeten Kindern grundsätzlich nur geprüfte HA-Nahrungen zu geben, deren allergievorbeugende Wirkung in kontrollierten klinischen Studien belegt ist.

  Soja ist kein Ersatz für Muttermilch

Nicht empfehlenswert sind Produkte auf Basis von Sojaeiweiß, die immer wieder als Ersatz zu tierischem Eiweiß angeboten werden. Die Ernährungskommission der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin weist ausdrücklich darauf hin, dass Säuglingsnahrungen aus Sojaeiweiß kein Ersatz für Kuhmilchprodukte sind. Sojanahrung ist nicht für die Ernährung gesunder Säuglinge geeignet und besitzt keinen allergiepräventiven Effekt.

Auch für Produkte aus Ziegen-, Schafs- oder Stutenmilch konnte bislang keine allergievorbeugende Wirkung nachgewiesen werden.