In den ersten Lebensmonaten zeigen sich auf der zarten Babyhaut
mitunter einzelne kleine Pickel, Rötungen oder auch bräunliche
Flecke. Ein großer Teil dieser Hauterscheinungen ist auf Entwicklungs-
und Umstellungsprozesse des kindlichen Organismus zurückzuführen
und verschwindet in der Regel nach wenigen Wochen wieder, ohne
dass eine besondere Behandlung notwendig wird.
Blutschwämmchen
Ist die Hautrötung nicht flach, sondern deutlich erhaben, spricht
man von einem Blutschwämmchen, medizinisch: Hämangiom. Dabei
handelt es sich um eine gutartige Wucherung der Blutgefäße,
die an jeder Körperstelle auftreten kann. Blutschwämmchen wachsen
häufig in den ersten Monaten noch stark, bevor sie sich im Kindesalter
meist vollständig wieder zurückbilden. Mongolenfleck
Dunkle, bläuliche bis blauschwarze Hautverfärbungen, die meist
am Rücken oder Gesäß sichtbar werden, sind auf eine Ansammlung
von Pigmentzellen zurückzuführen. Sie sind ebenfalls völlig
harmlos und verblassen oder verschwinden in den ersten Lebensjahren,
spätestens bis zur Pubertät. Da diese dunklen Flecken bei über
90 Prozent der Kinder mongolischer Abstammung auftreten, tragen
sie den Namen „Mongolenflecken“. Milchschorf
Meist um den zweiten oder dritten Lebensmonat kann sich am Oberkopf,
mitunter auch auf den Wangen, eine nässende, schuppende und
gerötete Hautentzündung entwickeln. Da der Hautausschlag ein
wenig an verkrustete, angebrannte Milch erinnert, trägt er den
Namen Milchschorf. Wodurch diese Entzündung verursacht wird,
ist noch nicht ganz geklärt, doch handelt es sich vermutlich
um eine erblich bedingte, überschießende Reaktion des Immunsystems.
Um die Krusten und Schuppen von der Haut zu lösen, sollten Sie
die betroffenen Stellen mit Babyöl und milden Babyshampoos pflegen.
Auf diese Weise verschwindet das Ekzem bei rund 50 Prozent der
Kinder innerhalb weniger Monate vollständig. In den anderen
Fällen kann Milchschorf ein erstes Anzeichen für Neurodermitis
sein.
Sollten Sie unsicher sein, ob die Hautveränderungen Ihres Kindes
harmlos und vorübergehende Erscheinungen sind, sprechen Sie
Ihre Hebamme oder den Kinderarzt darauf an. Auch bei allergischen
Reaktionen, Hautinfektionen oder vielen Kinderkrankheiten treten
Hautausschläge auf – und diese bedürfen auf jeden Fall einer
medizinischen Behandlung.
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